Pavillon, der

[678] Der Pāvillon, (sprich Pawilljong,) des -s, plur. die -s, aus dem Franz. Pavillon, ein Dach, welches von allen vier Seiten gegen die Mitte zu spitzig zusammen läuft, und ein mit einem solchen Dache versehenes Gebäude. Ferner ein Zelt mit einem stumpfen Dache, und ein ähnlicher Himmel über ein Bett. Ingleichen ein Sommerhaus mit einem runden Dache, in Gestalt eines Gezeltes. Dieses Wort ist schon in den mittlern Zeiten aus dem Französischen entlehnet, aber auch häufig in Paulun verstellet worden, wovon Frisch einige Beyspiele aus Niedersächsischen Schriftstellern anführet. Bey andern kommt dafür Bawelin vor; alle in der Bedeutung eines Thronhimmels.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 678.
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