Stachelbeere, die

[266] Die Stáchelbêêre, plur. die -n, die eßbare beerartige Frucht der Stachelbeerstaude, welche im Plural gleichfalls Stachelbeeren genannt wird, und nach dem Linne, eine Art mit vielen Stacheln versehener Johannisbeerstauden ist; Ribes Grossularia Linn. Man hat ihrer in den Gärten verschiedene Arten, davon die mit großen glatten Beeren in engerer Bedeutung Stachelbeeren, die mit grünen, kleinern und harigen Beeren aber in manchen Gegenden Rauhbeeren oder Rauchbeeren, ingleichen Klosterbeeren, Krauselbeeren genannt werden. Beyde Arten heißen in einigen Gegenden Grünzel, vermuthlich wegen der grünen Beeren, Grosselbeere, (Grossularia,) in Baiern Eiterbotzen, Aiterputzen, von dem alten aiten, stechen, brennen, S. Eiternessel, und Botze, Batzen, eine große Beere, runder Körper, im Bremischen Stickbeeren, in Österreich. Ackras, Agras, vielleicht von dem Italiän. Agresta.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 266.
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