Trotzig

[702] Trotzig, -er, -ste, adj. et adv. Trotz an den Tag legend, in dem Trotze gegründet, doch nur in der dritten Bedeutung des Hauptwortes. Ein trotziger Mensch. Jemanden sehr trotzig begegnen. Eine trotzige Antwort. Ein trotziges Betragen. Im gemeinen Leben beziehet sich trotzig oft bloß auf die Minen. Trotzig aussehen, einen mürrischen Ernst durch seine Minen verrathen. Luthers trotziglich für das Nebenwort trotzig ist im Hochdeutschen veraltet.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 702.
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