Senn

[168] Senn nennt man in der Schweiz einen Viehhirten, der mit seiner Heerde oder Senne im Sommer nach den Alpen zieht, um sie hier zu weiden. Er hat zugleich die Milchnutzung gepachtet und treibt Sennerei, Viehwirthschaft, welche namentlich auch in der Bereitung des Käses besteht. – Die Senne, Sende, Sendveld oder Sintfeld heißt die große Haide, die im Westfälischen von Paderborn bis Münster und Osnabrück sich zieht. Im Fürstenthum Lippe-Detmold liegt innerhalb dieser Haide ein großes halbwildes Gestüt. Die Pferde laufen in Rudeln frei umher und kommen nur während des Winters zur Fütterung in die Ställe zu Lopshorn. Die hier gezogenen Pferde, Senner genannt, zeichnen sich durch Dauerhaftigkeit aus.

Quelle:
Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1841., S. 168.
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