Irmin

[872] Irmin oder Irmĭnus, Name des mythischen Ahnherrn der Herminonen (s.d.), höchst wahrscheinlich Beiname (der Erhabene) des Gottes Ziu (Eru, Tiu, Tyr). Zu seinem Kultus gehören die Irmensäulen (irminsûl), die, als hochragende Holzsäulen oder gewaltige Baumstämme in heiligen Hainen errichtet, das Hauptheiligtum eines ganzen Volks waren; am bekanntesten die von Karl d. Gr. zerstörte der Sachsen am Eresberg in Westfalen.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 872.
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