Soest

[720] Soest (spr. sohst), Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Arnsberg, in fruchtbarer Ebene (Soester Börde), (1900) 16.721 (1905: 17.395) E., Amtsgericht, roman. Dom Kirche Maria zur Höhe, got. Wiesenkirche, Archigymnasium (1534 gegründet), evang. Prediger- und Lehrerseminar, landw. Winterschule, Taubstummen-, Blindenanstalten, Waisenhäuser. Im Mittelalter bedeutende Hansestadt mit eigenem Recht (Soester Stadtrecht); die Soester Fehde (1444-47) zwischen der von Johann I., Herzog von Cleve und Grafen von der Mark, beschützten Stadt und ihrem Herrn, dem Erzbischof Dietrich von Köln, endete mit der Erwerbung von S. durch Herzog Johann (1449). – Vgl. Hausberg, »Die Soester Fehde« (1882).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 720.
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