Franciscus Idiaguez (187)

[308] 187Franciscus Idiaguez, ein spanischer Jesuit, wurde im J. 1411 geboren und war der erstgeborne Sohn des Herzogs von Granada d'Ega. Er entsagte frühzeitig allen Vortheilen des Erstgeburtsrechtes und der Welt, um in die Gesellschaft Jesu zu treten. Er wurde nach und nach Leiter des Noviciats, des Seminars und des Collegiums von Villagarcia, nachher des von Salamanca, hernah Provincial der Provinz Castilien. Als sämmtliche Glieder seines Ordens aus Spanien vertrieben worden waren, vermochte seine Familie, welche Geltung am Hofe genug hatte, um eine Ausnahme zu seinen Gunsten zu erwirken, ihn nicht zu bewegen, im Vaterlande zu bleiben, und er wollte mit seinen Mitbrüdern die Verbannung theilen. Er starb zu Bologna in Italien, in einem Altet von 79 Jahren, in größter Achtung der Heiligkeit. Man hat von ihm eine Uebersetzung der »Gedanken« des Bouhours, ein Werkchen über das innere Leben des Palaser und einige Werke, welche noch nicht gedruckt sind. (Mg.)


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 2. Augsburg 1861, S. 308.
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