Limnaeus, S.

[836] S. Limnaeus, (22. Febr.), ein Einsiedler zu Targala bei Cyrus in Syrien, war nach dem Bischofe Theodoretus von Cyrus, der in seinem »Philotheus« von diesen Einsiedlern Erwähnung macht und sie selbst kannte, ein Schüler des hl. Einsiedlers Thalassius (s.d.), zu welchem er schon als Jüngling sich begab. Zuerst übte er sich im Stillschweigen, so daß er lange Zeit mit Niemanden sprach. Dann begab er sich zu dem Einsiedler Maro, welchen Theodoret ebenfalls erwähnt, und lernte auch von ihm, ein strenges Bußleben zu führen. Er lebte ganz unter freiem Himmel in einem nur mit einer Mauer von losen Steinen umgebenen Platze, zu welchem eine kleine Thüre führte, die stets mit Lehm geschlossen war, und durch welche er, sagt Bischof Theodoret, »Niemand eintreten läßt als mich, wenn ich zu ihm komme«. »Wenn andere Leute kommen, spricht er mit ihnen durch ein kleines Fenster und ertheilt ihnen seinen Segen«. Durch sein Gebet und das Zeichen des heil. Kreuzes heilte er Kranke aller Art, die zu ihm gebracht wurden und trieb auch Teufel aus. Nachdem er 38 Jahre unter freiem Himmel zugebracht hatte, entschlief er gottselig im Herrn im 5. Jahrhunderte. Vgl. S. Thalassius. (III. 291).


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 3. Augsburg 1869, S. 836.
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