Simeon Styilta II, S. (12)

[314] 12S. Simeon Styilta II. (24. Mai al. 3., 1. Sept.) Die Geschichte dieses Heiligen ist nicht so sicher bezeugt. wie die seines ältern Namens- und Berufsgenossen. Er war um das Jahr 020 zu Antiochia geboren. Seine Jugendzeit ist durchaus ungewiß, zum Theil fabelhaft. Es gab zu seiner Zeit (6. Jahrh.) mehrere Säulensteher; einer derselben, Johannes, ermunterte ihn schon, da er erst 5 Jahr zählte, zu dieser Lebensweise. Wie der heil. Simeon2, änderte er öfter seinen Standort. Zuletzt wird ein jetzt unbekannter Berg (Wunderberg) bei Seleucia als solcher genannt. Die zweite Synode von Nicäa führt von ihm ein Schreiben an den Kaiser Justin den Jüngern an, worin er die Bilderverehrung gegen die bilderstürmenden Samariter in Schutz nimmt. Der Ruf, den er durch seine Frömmigkeit und Wundergabe erlangte, war (vgl. Aschb. K.-L. IV. 813) nicht geringer, als der des hl. Simeon2. Um seine Buße zu verschärfen, ließ er sich den engen Raum von dem Gesimse des Wetterdaches bis zum Gitter mit Fellen verhängen, aus welchen er nur zuweilen, um frische Luft zu schöpfen, durch eine kleine Oeffnung hervorblickte. Manchmal setzte er sich auf die untergeschlagenen Füße, welche Art Ruhe zugleich eine neue Buße in sich einschloß. Sein Schlaf war kurz und beständig von Gebeten unterbrochen. Dabei pflegte er sich auf einen Stab zu stemmen. Ungeachtet dieser strengen Säule zu. Er soll Priester gewesen sein und auch ein Kloster erbaut und geleitet haben. Das Mart. Rom. nennt ihn am 3. Sept. Sein Tod fällt nach Evagrius (hist. eccl. VI. 22.) in die Regierungszeit des Kaisers Mauritius, etwa ins Jahr 592. (V. 298–401.)


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 5. Augsburg 1882, S. 314.
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