Emmeran, St. [1]

[551] Emmeran, St., Heimeram, Glaubensprediger in Bayern und Martyrer, geb. zu Poitiers, wurde Weihbischof daselbst od. noch wahrscheinlicher Wanderbischof und kam auf dem Wege zu den Avaren 649 nach Regensburg. Durch den Herzog Theodo I. veranlaßt, blieb er in Bayern, um die Bekehrung zu vollenden. Nach 3 Jahren gab ihn Uta, des Herzogs Tochter – laut der Volkssage mit seiner Einwilligung, weil er sie vor allzu harter Strafe bewahren wollte – als ihren Verführer an. E. befand sich auf der Reise nach Rom, wurde bei Helfendorf in der Nähe von München von Utas Bruder ereilt und so mißhandelt, daß er auf dem Wege nach Aischheim st. Bald kam Utas wahrer Verführer zu Tage, E.s Leichnam wurde feierlich nach Regensburg gebracht [551] und im Georgikirchlein beigesetzt. Gedächtnißtag 22. Septbr.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 2, S. 551-552.
Lizenz:
Faksimiles:
551 | 552
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika