Hund und Katze

[289] »Du willst mich kratzen, Katze?

Mich kratzen, Katze du?

Birg, Katze, deine Tatze,

Sonst, Katze, patsch' ich zu.«

So sprach der Hund zur Katze

Und sah sie patzig an.

Mit einer süßen Fratze

Die Katze drauf begann:

Miau, miau, miau, miau!

Die Katze drauf begann.


Lieb Hündlein, mußt mir schmeicheln

Und thun recht sanft und zart,

Du mußt mich krau'n und streicheln:

So will es meine Art.

Glaub' mir, daß ich nicht murre,

Glaub' mir es, meiner Six!

Ich schmiege mich und schnurre

Und mache manchen Knix,

Miau, miau, miau, miau!

Und mache manchen Knix.[289]


Da sprach der Hund zur Katze:

»Ich geb' dir keinen Schmatz,

Ich fürchte deine Tatze:

Du bist ein falscher Schatz.«

So sprach der Hund zur Katze:

»Ich geb' dir keinen Schmatz,

Ich fürchte deine Tatze:

Du bist ein falscher Schatz,

Wauwau, wauwau, wauwau, wauwau!

Du bist ein falscher Schatz.«


Quelle:
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Kinderlieder, Hildesheim/New York 1976, S. 289-290.
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