Vorübergehn

[19] Das Haus flackt in den Sternen

Mein Schritt verhält und friert.

In deinem Schoße schläft mein Hirn.

Mich fressen Zweifel!

Voll

Schattet deine Büste in dem Fenster

Das Spähen hüllt mich lautlos

Die Sterne streifeln glühes Eisen

Mein Herz

Zerkohlt!

An deinem Fenster

Eist

Ein Windhauch Asche.

Die Füße tragen weiter leere Last!
[19]

Quelle:
August Stramm: Das Werk. Wiesbaden 1963, S. 19-20.
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