Mirat

[890] Mirat (Meerut), Division der britisch-indischen Nordwestprovinzen, 29,315 qkm groß, zwischen den Flüssen Ganges und Dschamna, ein Teil des Doab (s. d.), reicht im N. bis in den Himalaja, im S. bis gegen Agra, einer der fruchtbarsten (Weizen, Reis, Indigo, Zucker, Baumwolle) und im südlichen Teil auch bevölkertsten Landstriche Indiens, durchzogen vom Eastern Jumna- und Gangeskanal. – Die Stadt M., 265 m ü. M., hat einige schöne Gebäude von der mohammedanischen Herrschaft her, eine stattliche anglikanische Kirche, eine kath. Kirche und mit der Garnison (1901) 118,129 Einw. (62,007 Hindu, 50,317 Mohammedaner und 624 Christen), lebhaften Handel und eine große Messe. – M. wurde wiederholt zerstört, so 1017 durch Mahmud von Ghazni, 1399 durch Timur. 1857 im Aufstande der Sipahi revoltierte hier zuerst die indische Besatzung.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 890.
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