Roanoke [2]

[24] Roanoke (spr. roǟnóck), 1) Fluß in Nordamerika, entsteht bei Clarksville in Virginia aus dem Staunton und dem Dan, zwei Abflüssen der Blauen Kette, durchfließt in ostsüdöstlicher Richtung Nordcarolina und fällt bei Plymouth in den Albemarlesund des Atlantischen Ozeans. Seine Stromlänge beträgt 400, mit dem Staunton 720 km. Bei Weldon, 130 km oberhalb seiner Mündung, bis wohin Ebbe und Flut wirken, hat er seine letzten, die Schiffbarkeit unterbrechenden, aber starke Wasserkraft gewährenden Fälle. Sie werden durch einen Kanal umgangen, und für Boote ist selbst der Staunton auf einer beträchtlichen Strecke schiffbar. – 2) Stadt im nordamerikan. Staate Virginia, an der Blauen Kette und am Fluß R. schön gelegen, mit Eisenerzgruben in der Nähe, ist seit 1860 aus einem unbedeutenden Dörfchen zu einer gewerbreichen Stadt von (1900) 21,495 Einw. gewachsen, mit bedeutenden Fabriken für Maschinen, Eisenwaren, Brücken, Wagen und ansehnlichem Großhandel.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 17. Leipzig 1909, S. 24.
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