Versecz

[102] Versecz (spr. wérschetz), königliche Freistadt mit Munizipium im ungar. Komitat Temes, am Fuß des 680 m hohen Kudritzer Kopfes sowie an den Bahnlinien nach Temesvár, Baziás, Maros-Illye, Kubin und Szecsány und am Theresienkanal, Sitz eines griechischen nichtunierten Bischofs, hat mehrere Fabriken (für Kognak, Weinstein, Salami, Maschinen, Ziegel), Dampfmühlen, Brauerei, Asphaltfabrik, Seidenraupenzucht, lebhaften Handel, ein Bezirksgericht, eine Staatsoberrealschule, ein Museum, ein Gestüt, ein Honvéddenkmal, elektrische Beleuchtung und (1901) 25,199 deutsche, magyarische und rumänische (römisch-katholische und griechisch-orient.) Einwohner. Der Weinbau war vor dem Auftreten der Phylloxera berühmt. – Am 11. Juli 1848 siegten hier die Ungarn über die Serben; am 19. Jan. 1849 nahmen die Österreicher die Stadt ein. Vgl. Milleker, Geschichte der königlichen Freistadt Werschetz (Budapest 1886, 2 Bde.).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 20. Leipzig 1909, S. 102.
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