Rosenthal, Isidor

Rosenthal, Isidor
Rosenthal, Isidor

[1426] Rosenthal, Isidor, in Erlangen, wurde 16. Juli 1836 zu Labischin bei Bromberg als Sohn eines Arztes geb. Während seiner auf der Univ. Berlin betriebenen Studien widmete er sich bereits der Physiol. und wurde unmittelbar nach Absolvierung seiner Examina (1859) bei du Bois-Reymond Assistent. In dieser Stellung habilitierte er sich 1862, erlangte 1867 das Extraordinariat und nahm 1872 einen Ruf als Ordinarius seines Faches nach Erlangen an, wo er jetzt noch wirkt. Die umfangreicheren[1426] unter seinen wichtigen Arbeiten sind: »Die Athembewegungen und ihre Beziehung zum Nervus vagus« (Berlin 1862) – »Elektricitätslehre für Mediciner« (Ib. 1862; 2. Aufl. 1869; 3, mit Bernhardt, 1882) – »Zur Kenntniss der Wärmeregulirung bei den warmblütigen Thieren« (Erlangen 1872). Ausser den zahlreichen Abhandlungen R.'s, wie sie sich, Fachgegenstände betreffend, im Archiv f. Anat. und Physiol., Moleschott's Untersuchungen, Annalen der Physik, den Sitzungsber. der Akad. der Wissensch., der physik.-med. Societät zu Erlangen finden, seien noch erwähnt: »Allgemeine Physiologie der Muskeln und Nerven« (Leipz. 1878; 2 Aufl., 1898). In Hermann's Sammelwerk »Lehrbuch der Physiologie« bearbeitete er die Abschnitte: Atembewegungen und Innervation derselben und tierische Wärme. Ausserdem veröffentlichte er »Vorlesungen über öffentliche und private Gesundheitspflege« Erlangen (1887, 2. Aufl, 1890) – »Ziele u. Aussichten der Gesundheitspflege« (Ib. 1875) und: »Bier u. Branntwein in ihren Beziehungen zur Volksgesundheitspflege« (Berlin 1881; 2. Aufl., 1893).

Quelle:
Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Berlin, Wien 1901, Sp. 1426-1427.
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