Harkort

[114] Harkort, Friedrich, geb. am 22. Februar 1793 in Harkorten (Westfalen), gest. am 6. März 1880, war in Wort und Schrift ein eifriger Förderer der ersten Eisenbahnbestrebungen im Rheinland und in Westfalen. Von vornherein den Wert der Eisenbahnen richtig erkennend, wies er bereits im Jahre 1825, kurz nach Eröffnung der ersten englischen Eisenbahn von Darlington nach Stockton in der Zeitschrift »Hermann« auf die Bedeutung der Eisenbahnen hin und stellte im folgenden Jahre eine den heutigen Schwebe- und Drahtseilbahnen ähnliche Probebahn in Elberfeld auf, um die Möglichkeit der Verbindung des industriereichen Wuppertales mit den Ruhrkohlenfeldern durch eine Schienenbahn darzutun. H. trat insbesondere sehr energisch ein für den Bau einer Bahn vom Rhein zur Weser (Minden). Seinen eifrigen Bemühungen war jedoch ein unmittelbarer, praktischer Erfolg nicht beschieden. Seit 1834 trat H. – im Gegensatz zum vorhergehenden Jahrzehnt – nur noch verhältnismäßig wenig in Eisenbahnangelegenheiten hervor.[114]

Literatur: L. Berger: »Der alte Harkort« und Arch. f. Ebw. 1910, S. 571 ff.

Waldeck.

Quelle:
Röll, Freiherr von: Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, Band 6. Berlin, Wien 1914, S. 114-115.
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