Quast

1. Einen Quast im Nacken, Hol (ein Loch) im Hacken.Simrock, 8037; Körte, 4863; Deecke, 12.

Frz.: Ventre de son, robe de velours. (Gaal, 1637.)


2. Hans Quast vom Stêndôr settet sin Müz up ên Ôr.Schütze, II, 102; für Lübeck: Deecke, 8.

Diese hamburgische Spottrede ist wahrscheinlich daher zu schreiben, weil am hamburgischen Steinthor auf dem Schweinemarkte die Schweinhirten oft sonderlich costümirt sind.


3. So lange die Quaste nicht länger ist als der Degen, ist das Geschirr noch in der Reihe.


*4. Auf den Quast hauen.Körte, 4863a.

Hans Quast ist die Bezeichnung für einen albernen, närrischen Menschen.


*5. En dulle Quast.Eichwald, 1559.


*6. En fine Quast.


*7. Hans Quast. (Hamburg.)

Närrischer, alberner Mensch.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 1437.
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