Er-denken

[1877] Er-dênken, verb. irreg. act. S. Denken. 1) Durch Nachdenken hervor bringen, ausdenken. Neue Moden, neue Trachten, neue Künste erdenken. Eine List, einen bösen Anschlag, erdenken. 2) In engerer Bedeutung, zuweilen im nachtheiligen Verstande, eine Unwahrheit erdenken. Das ist erdacht, S. Erdichten und Ersinnen.

Anm. Bey dem Ottfried irthenken, bey dem Stryker erdenchen, im Nieders. bedenken, und im Dän. optänke. Im Oberdeutschen wird es auch für erinnern gebraucht. Man konnte sich einer großen Hitze kaum erdenken, Bluntschli.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 1877.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Buchempfehlung: Habermas, Jürgen: Nachmetaphysisches Denken ISBN-13 9783518579282
Empfehlung
Durchsuchen Sie auch contumax.org:
Empfehlung

Habermas, Jürgen

Nachmetaphysisches Denken

Nachmetaphysisches Denken
Suhrkamp, 285 S., 3518579282, 22,80 €.
Bookmarks
delicious wong linkarena google