Keim, der

[1538] Der Keim, des -es, plur. die -e, Diminut. das Keimchen, Oberd. Keimlein, der erste Anfang einer Pflanze, so wie er entweder aus der Wurzel oder aus dem Samen hervor bricht. Die Keime an dem Malze. Hopfenkeime oder Hopfenkeimchen u.s.f. Figürlich, besonders in der edlen und höhern Schreibart, der erste Anfang eines Dinges. Alle diese Gegenstände sind die Keime vieler zukünftigen Vergnügungen.


Zerstör in seinem Herz (Herzen) die Keime böser Lust,

Dusch.


Anm. Schon im Isidor Chimu, bey dem Notker Chim, im Nieders. Kiem, im Lat. Cyma und Gemma, im Griech. κυμκ. Es gehöret mit Kahm und Kimme zu Einem Geschlechte, welches den Gipfel, die Spitze eines Dinges bezeichnet. S. diese Wörter.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1538.
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