Nickel (2), der

[488] 2. Der Nickel, des -s, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, ut nom. sing. ein nur im Berg- und Hüttenbaue übliches Wort, eine arsenikalische Erzart zu bezeichnen, welche von einigen für ein eigenes Halbmetall gehalten wird; bey den neuern Lat. Nicolum, Niccolum. Sie ist dem Kobalte sehr ähnlich, außer, daß bey diesem die Auflösung in mineralischen Säuren röthlich, bey dem Nickel aber grün ist, welche Farbe der Nickel auch in der Verkalkung annimmt, dagegen der Kobalt im Flusse blau wird. S. der Kupfernickel. Die Abstammung ist ungewiß. Es kann seyn, daß es aus Arsenik mit Weglassung der ersten Sylben verkürzet und verderbt worden, so wie aus Nikolaus auf ähnliche Art Klaus wird. Es kann aber auch seyn, daß es Masse überhaupt, und eine vermischte Masse insbesondere bedeutet, da es denn von nahe, Nagel, Knocke, und andern dieses Geschlechtes, welche eine Verbindung andeuten, abstammen würde. Im Schwed. ist daher Nyckel ein Nagel, und Nek, Finnländ. Niculi, eine Garbe. S. auch Nagelflühe.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 488.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien: