Ölmalerei

[307] Ölmalerei, die Kunst, mit Ölfarben auf Holz, Leinwand, Pappe, Mauerwerk etc. zu malen; wegen der Lebhaftigkeit, Kraft und Naturwahrheit der Farben, wegen der Mannigfaltigkeit und Mischung der Tinten und wegen der großen Haltbarkeit die vollkommenste Malweise. Durch einen Überzug von Firnis (Mastixfirnis) werden die Ölgemälde vor Staub und Einflüssen der Temperatur geschützt. Als Erfinder der Ö. gilt Jan van Eyck, jedoch nur insofern, als er die Zubereitung und Anwendung der Ölfarben auf einen bis dahin nicht erreichten Grad der Vollkommenheit brachte; erst Ende des 15. Jahrh. drang sie den deutschen Leimfarben und der ital. Temperamalerei gegenüber vollständig durch. – Vgl. außer den kunstgeschichtlichen Werken beim Artikel Malerei die Handbücher [308] von Bouvier (7. Aufl. 1895), Jännicke (6. Aufl. 1903); ferner H. Ludwig, »Grundsätze der Ö.« (2. Aufl. 1893); L. H. Fischer, »Technik der Ö.« (1898).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 307-308.
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307 | 308
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