Brüder des gemeinsamen Lebens

[275] Brüder des gemeinsamen Lebens, auch B. vom guten Willen, nach Hieronymus und Gregor d. Gr., ihren Patronen, auch Hieronymianer und Gregorianer genannt, eine um 1376 von Gerhard Groote (s.d.) und Florentius Radewins (geb. 1350, gest. 1400) gestiftete geistl. Brüderschaft frommer Priester, die ohne Gelübde in Gütergemeinschaft zusammenlebten und sich bes. um Pflege der praktischen Wissenschaften und Volksunterricht verdient machten. Laien konnten hinzutreten. Auch Schwesterhäuser wurden gegründet. Die B. d. g. L. waren bes. in den Niederlanden verbreitet, sie bildeten eine Vorbereitung für die Reformation. – Vgl. Hoening (1894).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 275.
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