Lager [3]

1003. Stehlager.
1003. Stehlager.
1004. Kugellager.
1004. Kugellager.
1005. Spurlager.
1005. Spurlager.

[6] Lager, Maschinenteile zur Unterstützung der in ihnen liegenden Wellenzapfen, gestatten diesen nur eine Drehung um ihre geometr. Achse. Um sauber zu bearbeitende und bei Abnutzung leicht auswechselbare Laufflächen zu erhalten, setzt man in das Lagergehäuse Lagerschalen aus Lagermetall (s.d.) ein. Zur Verminderung der Reibung des Zapfens auf den Lagerschalen müssen die L. mit Öl oder Fett geschmiert werden. Je nach der Befestigung des Lagergehäuses im Gebäude unterscheidet man Steh-L. [Abb. 1003: a Lagerschalen, b Lagerkörper, c Deckel, d Grundplatte, e Schmiergefäß], Hänge-L., Konsol- oder Wand-L. Um an Stelle der gleitenden die viel geringere rollende Reibung zu erhalten, kann man die Lagerschalen durch Rollen (Rollen-L.) oder kleine Kugeln (Kugel-L. [Abb. 1004, Fahrrad-Kugel-L.]) aus gehärtetem Stahl ersetzen. Bei Spur-L. wird der Zapfen (Spurzapfen) geführt durch die Spurbüchse (Spurtopf, Spurpfanne), während die axialen Kräfte durch eine darin liegende Spurplatte aufgenommen werden [Abb. 1005: S Spurzapfen, a Spurplatte, b Lagerschalen, c Spurpfanne]. Beim Kamm-L. wird der in der Achse wirkende Druck durch eine Anzahl fest mit der Achse verbundener Ringe auf den Lagerkörper übertragen.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 6.
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