Buchsbaum

[215] Buchsbaum, gehört in die 21. Klasse 4. Ordnung. Ein Pflanzengeschlecht, welches theils hochstämmig, theils als Strauch wächst. Als Stamm findet man den Buchsbaum im südlichen Europa und im Morgenland, wo er oft ganze Wälder bildet und eine Höhe von 16 Fuß erreicht. Die Rinde des Stamms ist braun und hart, die immer grünen Blätter länglich und fest. Der Zwergbuchsbaum ist ein immer grüner, dichtbelaubter, nicht über 2 bis 3 Fuß hoher Strauch, bei uns einheimisch, den man häufig zum Einfassen von Gartenbeeten benutzt. Die kleinen ovalen Blätter stehen einander paarweise gegenüber, sind auf beiden Seiten glatt und steif, oben dunkelgrün und glänzend, unten blaßgrün und an der Spitze etwas ausgeschnitten. Die Blüthenköpfchen sitzen in den Winkeln der Blätter und blühen im März oder April. Das Holz gehört zu den schwersten und festesten aller europäischen Hölzer, [215] hat eine zarte, blaßgelbe Farbe, und ist mit schönen Adern durchzogen. Das vom hochstämmigen Buchsbaum wird zu vielen Kunstwerken und Bildschnitzerarbeiten benutzt, hauptsächlich aber zur Verfertigung von Blasinstrumenten. Das Holz vom Buchsbaumsträuche verarbeiten die Drechsler zu Kämmen, Dosen, Etuis und andern zierlichen Kleinigkeiten.

L. M.

Quelle:
Damen Conversations Lexikon, Band 2. Leipzig 1834, S. 215-216.
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