Macht

[623] Macht ist Gewalt über etwas, Kraft, Vermögen (s. d.), Einfluß, Beherrschung. Das Selbstgefühl (s. d.) ist im wesentlichen Machtgefühl (vgl. HÖFFDING, Psychol.2, S. 337). – HOBBES versteht unter Macht (»power«) die geistig-körperlichen Kräfte, Vermögen (Hum. Nat. II, 4; VIII, 3). Die Gefühle und Affecte werden (wie von SPINOZA) auf das Bewußtsein erhöhter oder verminderter[624] Macht zurückgeführt (l.c. VIII, 3 ff.). Es gibt ein allgemeines Streben nach Macht (Leviath. C. 11). NIETZSCHE bestimmt als Princip der Natur und des Menschen den »Willen zur Macht.« (s. d.). Vgl. Gefühl.

Quelle:
Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. Berlin 1904, S. 623-624.
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623 | 624
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