Usurpation des Dionysios. Verlust von Gela und Kamarina und Friedensschluß

[71] Die Katastrophe von Agrigent erfüllte alle Griechen Siziliens mit Entsetzen; welche Gemeinde durfte noch hoffen zu widerstehen, wenn diese Stadt sich nicht hatte retten können? Die Entrüstung richtete sich in erster Linie gegen die Staatsleiter in Syrakus und seine unfähigen Feldherrn, die mit der gewaltigen Kriegsmacht unter ihrem Kommando nichts anzufangen gewußt und auch Agrigent ohne Kampf den Nationalfeinden hatten in die Hände fallen lassen. Offen beschuldigten die flüchtigen Agrigentiner den Daphnäos und seine Kollegen des Verrats. In Syrakus selbst erhoben sich die Gesinnungsgenossen des Hermokrates von neuem, entschlossen, diesmal auf jede Weise die Revolution zu erzwingen, um das Vaterland zu retten. Nach ihrer Überzeugung gab es nur noch einen Weg der Rettung: den Sturz der unfähigen Demokratie und ihre Ersetzung durch die unumschränkte Gewalt eines bewährten Offiziers. An die Spitze dieser Partei traten Hipparinos139 [72] und der noch in jugendlichem Alter stehende Philistos140, zwei der angesehensten und reichsten Bürger der Stadt. Sie selbst fühlten sich nicht befähigt, die Führerstellung zu übernehmen; den geeigneten Mann er kannten sie in einem jungen Krieger, dem 25 jährigen Dionysios (geb. 430 v. Chr.)141. Sein Vater Hermokrates (mit dem gleichnamigen Strategen nicht zu verwechseln) gehörte dem Mittelstande an; Dionysios selbst hatte bisher einige untergeordnete Stellen im Staatsdienst bekleidet, vor allem aber durch seine Tapferkeit im Kampf gegen die Karthager die Augen auf sich gelenkt. Der Erhebung zugunsten des Hermokrates hatte er sich angeschlossen, aber der Verfolgung sich zu entziehen gewußt, angeblich indem er, schwer verwundet, sich tot stellte. Jetzt trat er als Volksmann auf. Als in der Volksversammlung die Maßregeln für die Fortführung des Kriegs zur Beratung standen und niemand sich mit Vorschlägen hervorwagte, erhob er die Anklage des Verrats [73] gegen die Feldherrn und forderte ihre sofortige Absetzung. Das war verfassungswidrig; als aber die Vorsitzenden ihn mit einer Geldstrafe belegten, zahlte Philistos die Buße und forderte ihn auf, weiterzureden: er werde auch jede weitere Summe zahlen, um die man ihn büßen werde. So fuhr Dionys mit den Angriffen fort; die Feldherrn hätten sich bestechen lassen, sie seien, wie alle Leute aus vornehmem Hause, ebenso habgierig wie herrisch und Feinde der Demokratie; das Volk müsse an ihrer Stelle Männer aus dem Volke wählen, die nur das Gemeinwohl im Auge hätten und niemals versuchen würden, aus dem Unglück der Heimat Gewinn zu ziehen. Dionys' Angriffe wirkten; in tumultuarischem Verfahren wurden die Strategen abgesetzt und neue gewählt, darunter Hipparinos und Dionysios selbst.

Zu Einfluß gelangt, beantragte Dionys die Rückberufung der Verbannten: es sei absurd, in der Fremde um Hilfe zu werben, die Kräfte so vieler Bürger aber zu verschmähen; daß man ihnen trauen dürfe, hätten sie bewiesen, indem sie sich trotz aller Lockungen den Karthagern nicht angeschlossen hätten. Die Menge stimmte zu, in den Heimkehrenden aber – es waren meist Parteigänger des Hermokrates – gewann Dionys eine feste Stütze. Von seinen Kollegen (außer Hipparinos) hielt er sich fern; auch sie, behauptete er, ständen mit den Feinden in Verbindung. Um so rühriger betrieb er die Kriegsrüstungen. Inzwischen kam von Gela, wohin Dexippos mit seinen Truppen gegangen war, das Gesuch um Hilfe; hier mußte man mit Beginn des Frühlings den Angriff der Feinde erwarten. Dionys ging mit 2000 Mann und 400 Reitern hin. Er fand die Stadt voll Verwirrung und Parteihaders. Natürlich ergriff er die Partei der Demokraten; er ließ die Führer der Reichen zum Tode verurteilen und aus ihrem eingezogenen Vermögen den Söldnern des Dexippos den rückständigen Lohn zahlen. So gewann er auch diese für sich; Dexippos selbst dagegen lehnte seine Anerbietungen ab. Seinen eigenen Truppen versprach er doppelten Sold und führte sie nach Syrakus zurück, nachdem er in Gela seine baldige Rückkehr mit stärkerer Macht verheißen hatte. In Syrakus hatten geloische Gesandte, die Ehrendekrete für den volksfreundlichen Feldherrn überbrachten, die Stimmung für ihn noch verstärkt; [74] er konnte den entscheidenden Schritt wagen. Er erklärte der Menge, jetzt erst habe er den vollen Umfang der Verräterei kennengelernt; während man in Syrakus Feste feiere – er traf gerade am Abend einer Schaustellung ein –, entzögen die Leiter der Stadt den Truppen die Löhnung und verhandelten ununterbrochen mit dem Feind; Himilko selbst habe ihn durch einen Boten aufgefordert, wenn er sich an dem Treiben nicht beteiligen wolle, solle er wenigstens nichts dagegen tun. Das könne er nicht mit ansehen; er lege daher sein Amt nieder. Ob an seinen Beschuldigungen etwas Wahres ist, können wir nicht mehr feststellen; denkbar wäre es, daß gar manche, teils weil sie die Verteidigung für hoffnungslos ansahen, teils um ihre Stellung in der Stadt zu behaupten und der Gegner Herr zu werden, Syrakus den Karthagern in die Hände spielen wollten – derartiges war z.B. in den Griechenstädten Kleinasiens ganz gewöhnlich. Wie dem auch sein mag, die Menge glaubte seinen Erklärungen. Am nächsten Tag wurde der Antrag gestellt, Dionys zum alleinigen Feldherrn mit unumschränkter Vollmacht zu ernennen; auch Gelon habe nur, weil er alle Gewalt in Händen hatte, den Sieg an der Himera erfochten. Der Antrag wurde angenommen; als Berater ließ sich Dionys den Hipparinos142 beiordnen. Sofort ließ er durch Volksbeschluß, wie er versprochen hatte, die Löhnung der Truppen verdoppeln. Wenige Tage darauf tat er den letzten Schritt. Er berief die wehrpflichtige Mannschaft von Syrakus nach Leontini, wo er unter den Agrigentinern und den übrigen Flüchtlingen, die hier versammelt waren, auf starken Anhang rechnen konnte, [75] während zu erwarten war, daß von den Syrakusanern ein großer Teil dem Befehl nicht Folge leisten werde. Bei Nacht erschien er selbst in eilender Flucht, voll Angst und Verwirrung: er sei auf dem Marsche im Lager von seinen Gegnern, überfallen worden und mit Mühe dem Tode entgangen. Die zusammenströmende Menge gestattete ihm, sich eine Leibgarde von 600 Mann auszusuchen. Statt dessen ernannte er über 1000, lauter zuverlässige, im Kampfe erprobte Leute, die fortan den Kern des Heeres bilden sollten und glänzende Rüstungen und hohen Lohn erhielten. Die Söldner waren ihm bereits ergeben und wurden durch Verheißungen noch weiter gefesselt. Die Insel, durch die Karthager in grenzenlose Verwirrung gestürzt, war voll von Flüchtlingen und Abenteurern; wer immer bereit war, bei ihm Dienste zu nehmen, wurde angeworben. Die Offiziersstellen wurden mit zuverlässigen Männern besetzt, Dexippos, dem der neue Herrscher nicht trauen konnte, nach Sparta entlassen. Dann ging Dionys nach Syrakus, schlug seinen Wohnsitz im Arsenal auf und nahm Besitz von der Regierungsgewalt. Vor der Volksversammlung erhob er Anklage gegen Daphnäos, den unglücklichen Feldherrn des vorigen Jahres, und Damarchos, einen der drei Strategen, die 410 dem Hermokrates zu Nachfolgern bestellt waren, ließ sie verurteilen und hinrichten. Weitere Gewalttaten waren nicht nötig; die Masse der Syrakusaner war den Söldnern und der Garde gegenüber ohnmächtig, ein großer Teil des Volkes begrüßte die absolute Gewalt als einziges Rettungsmittel im Kampf gegen Karthago. Aus seinen Tendenzen machte der neue Machthaber jetzt kein Hehl mehr; er vermählte sich mit der Tochter des Hermokrates und gab dessen Schwager Polyxenos seine Schwester zur Gemahlin.

Über diesen Vorgängen war der Sommer 405 herangekommen. Himilko vollendete die Zerstörung von Agrigent und rückte mit seinem Heer ins Gebiet von Gela und Kamarina ein, weit und breit alles verwüstend. Wie im Westen die Sikaner, so warfen hier die Sikeler das fremde Joch ab143. Dann schlug er westlich von Gela ein befestigtes Lager auf und begann den Sturmangriff. Die Geloer [76] wehrten sich aufs tapferste, bis Dionys mit der Ersatzarmee herankam. Auch er hatte ein Heer von 30000 Mann144 aufgebracht, teils die Söldner und das Aufgebot von Syrakus, teils Zuzüge aus Sizilien und Unteritalien, dazu 1000 Reiter und 50 Kriegsschiffe. Zwanzig Tage lang belästigte er die Karthager beim Furagieren; dann, als seine Truppen für den Kampf genügend vorbereitet schienen, entwarf er einen großen kombinierten Angriff auf das feindliche Lager, der die Entscheidung bringen sollte. Gela liegt auf einem langgestreckten, etwa 40 m hohen Hügelrücken, der steil zum Meer abfällt und nur für einen schmalen Küstenpfad Raum läßt, während sich im Norden ein weites Blachfeld ausdehnt. Durch dasselbe floß damals noch der Bach Gelas, der in dieser Zeit westlich von der Stadt, am Lager der Karthager, mündete145. Nach Dionysios' Plan sollte zunächst die Flotte das Lager von der See aus angreifen, wo Himilko keine Befestigungen aufgeführt hatte; dann sollten die Truppen aus Italien an der Küste, die sizilischen Truppen durch die Ebene im Norden, Dionys selbst mit den Söldnern in der Mitte durch die Stadt gegen das Lager vordringen, während die Reiterei die Bewegungen des Fußvolks deckte und die fliehenden Feinde zersprengte; diesem plötzlichen Angriff von allen Seiten mußte das feindliche Heer erliegen. Zunächst schien das Unternehmen vollkommen zu glücken. Während die Karthager sich gegen die Angriffe der Flotte verteidigten, drangen die Italioten über den Graben ins Lager ein. Aber Dionys hatte die Entfernungen und die Schwierigkeiten des Marsches nicht richtig berechnet; die sizilischen Truppen kamen zu spät, während er selbst mit seinen Söldnern in den engen Gassen der Stadt nicht vorwärts kam. So konnten die Karthager zuerst die Italioten aus dem Lager herausschlagen und dann die sizilischen Truppen zurückwerfen; Dionys mit den Söldnern aber kam überhaupt nicht dazu, in den Kampf einzugreifen. Die Schlacht brachte [77] nicht nur einen Verlust von 1600 Mann, sondern, was noch schlimmer war, sie brach den Mut der Griechen und erfüllte sie mit Mißtrauen gegen den Feldherrn, der sich mit seiner Eliteschar vom Kampfe fern gehalten hatte. Dionys hielt Kriegsrat; er mußte sich überzeugen, daß jetzt auch Gela nicht mehr zu halten war. Ihm blieb nichts übrig als das Beispiel nachzuahmen, das Daphnäos bei Agrigent gegeben und um dessentwillen er so schwere Anklagen gegen diesen erhoben hatte. Während der Nacht wurde Gela von seinen Bewohnern geräumt und auf dem Rückmarsch auch die Bevölkerung von Kamarina aufgenommen, das nach Gelas Fall nicht mehr zu verteidigen war. Die einzige Griechenstadt, wo jetzt noch ein Widerstand möglich erschien, war Syrakus. Die Karthager haben die Abziehenden, deren Marsch die Armee deckte, auch diesmal nicht verfolgt; die beiden Städte wurden besetzt und zerstört, was von Gefangenen in ihre Hände fiel, wie immer niedergemacht, zum Teil unter grausamen Martern und Verstümmelungen146.

Dieser Ausgang war ein schlimmes Ergebnis für die mit so großen Hoffnungen begrüßte absolute Gewalt: auch sie hatte sich um nichts besser bewährt als die Feldherrn der Demokratie. Während des Rückzugs kam die Stimmung zum Ausbruch. Die italischen Truppen kehrten, wie im vorigen Jahr, entrüstet in die Heimat zurück; bei den Syrakusanern aber wurden die heftigsten Vorwürfe laut. Auch Dionys sei ein Verräter; er habe nur die Aufrichtung seiner Herrschaft im Sinn und wolle diese mit Hilfe der Karthager befestigen, statt sie zu bekämpfen; weshalb habe er sonst seine Söldner geschont und sich selbst vom Kampfe fern gehalten? Diese Anklagen sind zweifellos unbegründet; denn an [78] persönlichem Mut hat es Dionys niemals fehlen lassen, und für die Sicherung seiner Macht konnte ihm nichts dienlicher sein als ein glänzender Sieg über die Karthager, während der schimpfliche Rückzug seine eben gewonnene Stellung aufs schwerste erschüttern mußte. Indessen begreiflich sind diese Stimmungen durchaus. Am lebendigsten waren sie in dem Reiterkorps, dessen Mitglieder, der reichen Jugend angehörig, sich ohnehin durch die Aufrichtung der Militärdiktatur beengt fühlten, die ihrer politischen Laufbahn ein Ende machte. Ein Versuch, Dionys auf dem Marsche umzubringen, erwies sich als unausführbar; so brachen sie nach Syrakus auf und bemächtigten sich der Stadt, ohne daß Dionysios' Anhänger, die von den Vorgängen noch keine Kunde hatten, irgendwelche Gegenwehr versuchen konnten. Sie überfielen und plünderten das Haus des Tyrannen und mißhandelten sein Weib auf so brutale Weise, daß sie sich selbst den Tod gab. Damit wähnten sie am Ziel zu sein; Dionys' Macht müsse jetzt von selbst zusammenbrechen. Aber Dionys folgte ihnen auf dem Fuße mit den zuverlässigsten seiner Söldner; um Mitternacht gelangte er mit 100 Reitern und 600 Mann zu Fuß nach Syrakus. Mit angehäuften Schilfbündeln steckte er das Tor in Brand; dann drang er in die Stadt ein, inzwischen durch weitere Nachzüge verstärkt. Die Gegner waren vollständig überrascht; wie sie sich sammelten und Gegenwehr versuchten, wurden sie niedergehauen, andere aus den Häusern geholt und getötet oder verjagt. Wer von der Ritterschaft entkommen war, flüchtete nach Ätna (Inessa). Im Laufe des Tages rückte das Gros der Armee in Syrakus ein; die Bewohner von Gela und Kamarina aber zogen nach Leontini zu den Agrigentinern und den Resten der alten Bevölkerung, die sich in der neubesiedelten Stadt zusammenfanden, und sagten dem Tyrannen, der sie im Stiche gelassen habe, den Gehorsam auf147.

[79] Die Herrschaft über Syrakus hatte Dionys behauptet; von der Karthagergefahr befreite ihn nicht sein Schwert, sondern ein neuer Ausbruch der Epidemie148, die schon im letzten Jahre im karthagischen Lager vor Agrigent so arge Verheerungen angerichtet hatte. Himilko fühlte sich nicht mehr stark genug, den Angriff auf Syrakus zu wagen; er bot Frieden auf den status quo149. Dionys war nicht imstande, bessere Bedingungen auch nur zu fordern; er mußte zufrieden sein, wenn er zunächst eine Zeit der Ruhe und die Möglichkeit zur Festigung seiner Stellung und zu umfassenden Rüstungen erlangte. So nahm er die Bedingungen an. Karthago erkannte die Unabhängigkeit von Syrakus und die Herrschaft des Dionysios über die Stadt an. Auch gegen Katana und Naxos scheint man ihm freie Hand gelassen zu haben; wenigstens ist in unserem Bericht von beiden Städten nicht die Rede. Dagegen die Freiheit von Leontini und Messana wurde ausdrücklich festgesetzt, ebenso die aller Sikeler; die Machtstellung von Syrakus war damit vernichtet. Das übrige Sizilien, nahezu die Hälfte der Insel, behielt Karthago, sowohl den alten Kolonialbesitz, wie das Land der Elymer und Sikaner – beide Völkerschaften waren durch den Krieg Schutzbefohlene Karthagos geworden – und das Gebiet der eroberten Griechenstädte. Den geflohenen Griechen wurde gestattet, als tributzahlende Untertanen in die Heimat zurückzukehren und ihre Städte wieder aufzubauen; nur die Mauern durften sie nicht wiederherstellen. Außerdem sollten die Gefangenen und die [80] erbeuteten Schiffe von beiden Seiten zurückgegeben werden. Auf diese Bedingungen ist zu Ende des Jahres 405, nahezu gleichzeitig mit dem Ausgang des großen Kriegs in Griechenland, der Friede auf Sizilien wiederhergestellt worden. Hatte Himilko auch das letzte Ziel, die Eroberung der ganzen Insel nicht erreichen können, hatte er auch durch die Epidemie die Hälfte seiner Armee verloren, so hatte er doch Gewaltiges erreicht; ruhmgekrönt konnte er in die Heimat zurückkehren. Karthago beherrschte jetzt fast die ganze Südküste der Insel und von der Nordküste etwa die Hälfte, bis weit über die Ruinen von Himera hinaus. Zum Schutz der neuen Provinz wurden vor allem die kampanischen Söldner zurückgelassen, die bald darauf an der Nordküste, östlich von Himera, die Stadt Haläsa anlegten150.


Quelle:
Eduard Meyer: Geschichte des Altertums. Darmstadt 51965, Bd. 5, S. 71-81.
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