Pfeffel

[513] Pfeffel, Gottlieb Konrad, der Fabeldichter, geb. 1736 zu Kolmar im Elsaß, studierte die Rechtswissenschaft zu Halle, erblindete aber 1757 gänzlich, errichtete und leitete in seiner Vaterstadt eine protestantische Erziehungsanstalt, bis die Revolution derselben den Untergang brachte, st. 1809 daselbst als Präsident des evangelischen Consistoriums. Hinterließ 10 Bände poetischer Versuche, ärntete vor allem durch seine Fabeln sowie durch Epigramme, manche Lieder und Erzählungen großen Beifall, die Episteln, Dramen und Romane sind ohne poetischen Werth. Poetische Versuche: Tübingen 1802–10; prosaische ebendas. 1810–13, Ergänzungsband mit Lebensbeschreibung 1820.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1856, Band 4, S. 513.
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