leiden

[326] leiden (lat. pati, gr. paschein) ist im weiteren Sinne das Korrelat von tun. Aristoteles sieht in ihm eine Denkkategorie (s. Kategorie). Im engeren Sinne ist das Leiden ein starkes Gefühl der Unlust, welches durch äußere oder innere Übel hervorgerufen wird. Das Leiden ist aber ebensowenig völlig passiv, wie das Ton ganz aktiv. Denn jede Aktion ruft Reaktion hervor, und alle Dinge stehen in Wechselwirkung. Vgl. Eigenschaft.

Quelle:
Kirchner, Friedrich / Michaëlis, Carl: Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe. Leipzig 51907, S. 326.
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