Achtes Kapitel

[251] Wenn's einer davon haben kann,

So bleibt er gerne dann und wann

Des Morgens, wenn das Wetter kühle,

Noch etwas liegen auf dem Pfühle

Und denkt sich so in seinem Sinn:

Na, dämmre noch 'n bissel hin!

Und denkt so hin und denkt so her,

Wie dies wohl wär, wenn das nicht wär. –

Und schließlich wird es ihm zu dumm. –

Er wendet sich nach vorne um,

Kreucht von der warmen Lagerstätte

Und geht an seine Toilette.


Achtes Kapitel

Die Propertät ist sehr zu schätzen,

Doch kann sie manches nicht ersetzen.

Der Mensch wird schließlich mangelhaft.


Achtes Kapitel

Die Locke wird hinweggerafft. –


Achtes Kapitel

Achtes Kapitel

[251] Mehr ist hier schon die Kunst zu loben,

Denn Schönheit wird durch Kunst gehoben. –

Allein auch dieses, auf die Dauer,

Fällt doch dem Menschen schließlich sauer. –


Achtes Kapitel

»Es sei!« – sprach Lene heute früh –

»Ich nehme Schmöck und Kompanie!«


Achtes Kapitel

[252] G. J. C. Schmöck, schon längst bereit,

Ist dieserhalb gar hoch erfreut.

Und als der Frühling kam ins Land,

Ward Lene Madam Schmöck genannt.


Quelle:
Wilhelm Busch: Werke. Historisch-kritische Gesamtausgabe, Bde. I-IV, Band 2, Hamburg 1959, S. 251-253.
Lizenz:
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