Fünftes Kapitel.

[53] Ein Abenteuer, das dem Herrn Jones in dem Hause begegnete, wo er sich eingemietet hatte; nebst einiger Nachricht von einem jungen Herrn, welcher eben daselbst Zimmer bewohnte, wie auch von der Wirtin des Hauses und ihren beiden Töchtern.


Sobald es sich des nächsten Morgens früh mit Wohlanständigkeit thun ließ, meldete sich Herr Jones an der Thüre der Madame Fitz Patrick, woselbst er die Antwort erhielt, die Dame sei nicht zu Hause. Eine Antwort, die ihn um so mehr befremdete, da er seit Tagesanbruch in der Gasse auf und nieder gegangen war und er sie gesehen haben müßte, wenn sie ausgefahren wäre oder sich hätte austragen lassen. Unterdessen mußte er sich diese Antwort gefallen lassen, nicht nur jetzt, sondern noch bei fünf andern Besuchen, welche er den Tag über in dem Hause machte. Um gegen den Leser aufrichtig herauszugehn, hatte der irländische Herr Graf, ich weiß nicht aus was für Ursach, vielleicht aus Achtung für die Ehre der Dame, ausdrücklich verlangt, sie sollte vom Herrn Jones, den er für einen elenden Gauner ansah, keinen Besuch ferner annehmen, und die Dame hatte die Gefälligkeit gehabt, ihm das Versprechen zu geben, welches sie, wie wir jetzt sehen, so treulich erfüllte.

Weil aber unser gutmütiger Leser vermutlich eine bessere Meinung von dem jungen Manne haben wird als diese Dame, und es ihm sogar leid thun möchte, wenn er besorgen müßte, Jones habe während dieser unglücklichen Trennung von seiner Sophie, seine Residenz in einer schlechten Schenke oder unterm blauen Himmel genommen, so wollen wir jetzt eine Nachricht von der Wohnung geben, die er gemietet hatte, welche wirklich in einem sehr anständigen Hause und in einer sehr guten Gegend der Stadt war.

Herr Jones also hatte Herrn Alwerth von einer braven Frau sprechen gehört, in deren Hause er abzutreten pflegte, wenn er in der Stadt wäre. Diese Frau, welche, wie Jones gleichfalls gehört hatte, in Bondstreet wohnte, war die Witwe eines Geistlichen, die er bei seinem Ableben im Besitz von zwei Töchtern und einiger kompletten Jahrgänge von Predigten im Manuskript hinterlassen hatte.

Von diesen beiden Töchtern hatte Nette, die älteste, ihr siebenzehntes und Betty, die jüngste, ihr zehntes Jahr erreicht. Hierher hatte Jones den Rebhuhn geschickt, und in diesem Hause hatte er im zweiten Stock ein Zimmer für sich selbst und für Rebhuhn eins im vierten Stocke erhalten.

Den ersten Stock bewohnte einer von denjenigen jungen Herren, welche in vorigen Jahrhunderten in einigen großen Städten schicklich[54] genug Witz- und Wonnegenossen genannt wurden. Ich sage schicklich genug, denn da gemeiniglich Männer nach ihrem Geschäfte oder nach ihrer Profession benannt werden, so könnte man sagen, daß Witz und Wonne das einzige Geschäft oder die einzige Profession der Herren gewesen, denen das Glück eine jede andre Erwerbsbeschäftigung unnötig gemacht hatte. Schaubühnen, Kaffeehäuser und Weinkeller waren die gewöhnlichen Oerter ihrer Versammlungen. Witz und Wonne oder Fröhlichkeit waren ihre Unterhaltungen in ihren unbesetztern Stunden, und Witz und Minne war das Geschäft ihrer ernsthaftern Augenblicke. Wein und die Musen eiferten um die Wette, die hellsten Flammen in ihren Busen anzuzünden. Auch bewunderten sie nicht nur, sondern einige hatten sogar die Gabe, ihre Schönen durch Gesänge zu verewigen und fast alle waren ziemlich gute Richter von Minnegedichten.

Solche Männer führten daher den Namen Witz-und Wonnegenossen mit gutem Fug. Ich zweifle aber, ob man diese Benennung heutzutage mit eben der Schicklichkeit jenen jungen Herren beilegen dürfte, denen es freilich nicht an Ehrgeiz fehlt, sich durch Gaben und Talente berühmt zu machen, die sie so ungefähr nur von Hörensagen kennen. Doch, um auch gegen diese gerecht zu sein, sie fliegen noch eine Spanne höher als ihre Vorfahren und könnten Witzler-Wischgenossen heißen. Denn in einem Alter, worin die vorgedachten jungen Männer ihre Zeit darauf verwendeten, von den Reizen ihrer Schönen in ihren Kränzchen zu sprechen, einen Becher auf ihr Wohl zu leeren, einen vor ungeweihten Augen verborgnen Gesang zu ihrem Ruhme zu dichten, sich einander ihre Urteile von einem Buche oder Minnegedicht zu sagen, schreiben diese für die Pressen, drechseln Lehrgebäude der Weisheit, klexen Reime in Magazine und Monatsschriften, hecheln in kritischen Wischen ihre Lehrer durch, verführen, wenn sie können, ihre Weiber und Töchter, entführen in wütenden oder winselnden Romanen erträumte Geliebten und jedes ihrer geschriebenen Worte wird durch den Druck zu Grabe getragen, woraus selbst keine Rohrdommel einen Spuk hervorzubannen vermag. Solchergestalt werden ihre Arbeiten witzelndes Spiel, und ihre Spiele Liedlöhnerarbeit. Und jene von ihrer Genossenschaft, denen der Schweiß ihrer Väter oder deren Unterthanen ein noch üppigeres Leben erlaubt, haschen nach Zeitvertreib im Schneckenkreise der Kennerschaft der Künste, Malerei, Musik, Bildhauerei beschäftigt sie, und Natur- oder vielmehr Unnaturkunde, die mit dem Wunderbaren sich abgibt und von der Natur nichts kennt, als ihre Mißgeburten und Krüppelgestalten. Dies ist die Witzel wischkenner Genossam.

Nachdem Jones den ganzen Tag mit vergeblicher Nachfrage[55] nach Madame Fitz Patrick hingebracht hatte, kehrte er am Ende ganz mißmutig nach seinem Zimmer zurück. Unterdessen er hier seinem Gram im Stillen freien Lauf ließ, hörte er ein heftiges Getümmel im untern Stock und bald darauf bat ihn eine weibliche Stimme ums Himmelswillen herunterzukommen und Mord und Totschlag zu verhüten. Jones, der sich bei keiner Gelegenheit lange bitten ließ, dem Unterdrückten beizustehen, lief augenblicks die Treppen hinunter und fand, als er in den Eßsal trat, aus dem das Getümmel erscholl, den jungen Herrn von der eben besagten Genossenschaft von seinem Lakaien an der Wand wie angenagelt gehalten, und ein dabeistehendes junges Mädchen, welche nichts that als rufen: »Er wird ihn morden! Er wird ihn morden!« In der That schien auch der arme junge Herr in einiger Gefahr zu sein, erdrosselt zu werden, als Jones eilig zu seinem Beistand flog und ihn, eben da ihm der letzte Atem entfahren wollte, aus den unbarmherzigen Klauen seines Feindes befreite.

Obgleich der Kerl verschiedene Püffe und Stöße von den Händen und Füßen des winzigen jungen Herrn, der mehr Willen als Kraft besaß, empfangen hatte, so hatte er sich doch eine Art von Gewissen daraus gemacht, seinen Brotherrn zu schlagen und würde sich damit begnügt haben, ihn bloß zu ersticken, aber gegen Herrn Jones hatte er keinen solchen Respekt. Sobald er sich also ein wenig unsanft von seinem neuen Gegner angepackt fühlte, bohrte er ihm eine von den Faustkrämpen in die Weichen, welche die Zuschauer in Broughtons Schule zwar mit sehr inniger Freude anbringen sehen, die aber bei weitem nicht halb so lustig zu fühlen sind.

Der nervige Jüngling hatte nicht so bald diesen Lungenhieb weg, als er auf einen höchst dankbaren Gegengruß sann, und nun erfolgte zwischen Jones und dem Lakaien ein Faustkampf, der sehr hitzig anfing, aber nur kurz dauerte; denn dieser Bursche war ebensowenig im stande, es mit Jones auszuhalten, als es vorher sein Herr gewesen war, es mit ihm aufzunehmen.

Und nun kehrte das Kriegsglück nach seiner alten Gewohnheit den Zustand der Sachen um; der vorige Sieger lag atemlos im Staube und der besiegte junge Herr hatte wieder Atem genug geschöpft, um Herrn Jones für seinen so zeitigen Beistand zu danken. Auch empfing er eine herzliche Danksagung von dem gegenwärtigen jungen Frauenzimmer, welches wirklich niemand anders war als Mamsell Nette, die älteste Tochter des Hauses.

Nachdem der Lakai wieder auf die Beine gekommen war, glupte er Herrn Jones an, schüttelte die Ohren und sagte mit einem bedenklichen Blinzeln: »Des Satans will 'ch sein, wenn 'ch mit Ihn'n wieder was zu thun hab'n will! Herr, Sie müssen auf'n Ringelboden[56] gangen sein, oder ich müßt mich verdammt irren!« – Und in der That müssen wir ihm seinen Irrtum zugute halten; denn so behende und so kräftig war unser Held, daß er es vielleicht mit einem der besten Faustfechter aufnehmen und mit leichter Mühe alle gewulstete Graduirte1 von der Akademie des Herrn Broughton hätte von der Fechtschule schlagen können.

Der Herr, welcher vor Wut schäumte, befahl seinem Bedienten, auf der Stelle die Livree auszuziehen, wozu der letztre unter der Bedingung sehr bereitwillig war, wenn er seinen Lohn erhielte. Diese Bedingung ward ohne Widerrede eingegangen und der Bursche entlassen.

Und nunmehr bestand der junge Herr, dessen Name Nachtigall hieß, sehr dringend darauf, daß sein Retter auf eine Flasche Wein mit ihm fürlieb nehmen möchte, welches sich Jones nach vielem Nötigen gefallen ließ, obgleich mehr aus Gefälligkeit als aus Neigung, weil die Unruhe, die er in seinem Gemüte fühlte, ihn fast gar nicht zur Gesellschaft aufgelegt machte.

Mamsell Nette, welche das einzige Frauenzimmer im Hause war, da ihre Mutter und Schwester nach der Komödie gegangen waren, hatte gleichfalls die Gefälligkeit, ihnen Gesellschaft zu leisten.

Als Wein und Gläser auf dem Tische standen, fing der junge Herr an, die Veranlassung zu der vorgefallen Unruhe zu erzählen.

»Ich hoffe, mein Herr,« sagte er zu Jones, »Sie werden aus diesem Vorfalle nicht schließen, daß meine Gewohnheit sei, meine Bedienten zu prügeln; denn ich versichre Sie, daß dieses, so viel ich mich erinnern kann, das erste Mal ist, daß ich in diesen Fehler verfallen bin und daß ich selbst diesem Kerl manchen argen Streich[57] übersehen habe, ehe er mich hat dazu bringen können. Wenn Sie aber hören, was diesen Abend vorgegangen ist, so werden Sie, wie ich nicht zweifle, finden, daß ich zu entschuldigen bin. Es traf sich, daß ich einige Stunden früher als gewöhnlich nach Hause kam und vier Herren in Livree bei meinem Feuer im Whistspielen begriffen fand – und mein Hoyle, sollten Sie's glauben – mein bestes Exemplar vom Hoyle, das mich eine Guinee kostet, lag dabei aufgeschlagen auf dem Tische, und die wichtigsten Blätter im ganzen Buche waren mit Braunbier begossen. Sie werden mir zugeben, daß so etwas einen ärgern muß; dennoch sagte ich kein Wort, bis die honette Spielgesellschaft auseinander gegangen war, und da erst gab ich dem Kerl einen gelinden Verweis und er, anstatt im geringsten nur zu thun, als obs ihm leid wäre, gab mir eine naseweise Antwort und sagte: Die Bedienten müßten ebensowohl sich einen Zeitvertreib machen, als andre Leute; es thäte ihm freilich leid, daß das Buch begossen worden wäre, indessen hätten verschiedene von seinen Bekannten dasselbe Buch für sechs Groschen gekauft und wenn ich wollte, könnte ich ihm ja soviel von seinem Lohne abziehen. Hierüber gab ich ihm dann einen stärkern Verweis als vorher, worauf der Schurke die Frechheit hatte, mir – Kurz, er sagte, mein früheres Nachhausekommen käme – kurz, er unterstand sich Anmerkungen auszustoßen – er nannte den Namen eines jungen Frauenzimmers, auf eine Art – auf eine Art, die mich in Hitze jagte und mir alle Geduld benahm, so daß ich im Eifer nach ihm schlug.«

Jones antwortete: er glaube, es würde ihn kein lebendiger Mensch auf Erden tadeln. »Ich meinesteils,« sagte er, »ich gestehe es, ich würde es bei dem letzten Vergehen nicht anders gemacht haben.«

Unsre Gesellschaft hatte noch nicht lange beisammen gesessen, als sie durch die Mutter und die Jungfer Tochter vom Hause bei ihrer Heimkunft aus der Komödie verstärkt ward. Und nun brachten sie einen sehr vergnügten Abend mit einander hin, denn alle bis auf Jones waren von Herzen munter und selbst dieser zwang sich, so munter zu sein, als er nur konnte. In der That war die Hälfte seiner natürlichen Lebhaftigkeit, verbunden mit seiner sanften Gemütsart, schon hinlänglich, ihn zu einem sehr liebenswürdigen Gesellschafter zu machen, und ungeachtet der Kümmernis seines Herzens machte er sich bei dieser Gelegenheit so beliebt, daß der junge Herr, als man auseinander ging, ihn sehr angelegentlich um seine fernere Bekanntschaft bat. Mamsell Nette war sehr gut mit ihm zufrieden, und die Witwe, sehr erfreut über ihren neuen Mietsmann, lud ihn nebst dem andern ein, den folgenden Morgen mit ihr zu frühstücken.[58]

Jones seinerseits war nicht weniger zufrieden. Denn Mamsell Nette war freilich nur ein kleines Ding von Mädchen, aber außerordentlich artig und die Witwe hatte alle die Reize, welche eine Frau gegen Fünfzig schmücken können. Sie war eins der unschuldigsten und zugleich dabei frohsten Geschöpfe von der Welt. Sie dachte, redete oder wünschte niemals im geringsten etwas böses, und unterhielt beständig jene Begierde, frohe Menschen zu machen, welche auch deßwegen die glücklichste Begierde zu heißen verdient, weil sie höchst selten ihres Endzwecks verfehlt, wenn sie sich durch keine gezwungne Ziererei äußert. Kurz, obgleich ihr Vermögen nicht weit reichte, so war sie doch ihrem Herzen nach die wärmste Freundin. Sie war eine zärtliche Ehegattin gewesen und war eine höchst gütige, liebreiche Mutter.

Weil unsre Geschichte nicht wie ein Zeitungsblatt große Lobeserhebungen von solchen Leuten macht, von denen man vorher nichts gehört hat und nachher auch weiter nichts hört: so wird der Leser hieraus schließen, daß diese vortreffliche Frau hiernächst mehr vorkommen und für unsre Geschichte von einiger Wichtigkeit sein werde.

Auch fand Jones nicht wenig Gefallen an dem jungen Herrn selbst, von dessen Weine er getrunken hatte. Er meinte an ihm viel natürlichen Verstand zu entdecken, obgleich ein wenig zu viel von städtischem Stutzerwesen mit unterlief; was ihn aber dem Herrn Jones am meisten empfahl, waren gewisse Aeußerungen von hoher Großmut und Menschenfreundlichkeit, die ihm zuweilen entfielen, und ganz vorzüglich verschiedne Ausdrücke der strengsten Uneigennützigkeit, in Rücksicht auf Liebesangelegenheiten. Ein Gegenstand, über welchen sich der junge Mann in einer Sprache herausließ, die einem arkadischen Schäfer aus dem goldnen Zeitalter keine Schande gemacht hätte, und die von den Lippen eines artigen jungen Herrn unsrer Tage sehr außerordentlich klangen. Jedoch er war nur ein artiger süßer Herr durch Nachahmung und die Natur hatte ihn zu einem bessern Menschen bestimmt.

Fußnoten

1 Damit die Nachwelt durch diese Benennung in keine Verlegenheit geraten möge, halte ich es für nötig, solche durch eine Ankündigung zu erklären, welche im Jahr 1747 in London bekannt gemacht wurde.

NB. Herr Broughton macht bekannt, wie er gesonnen ist, unter erforderlicher Unterstützung, in seinem Hause am Heumarkte, eine Akademie zu eröffnen, um denjenigen Unterricht zu geben, die da Lust und Belieben haben, sich in die Mysterien der edlen Kunst des Boxens einweihen zu lassen; worin die ganze Theorie und Praxis dieser echt britischen Kunst mit allen ihren verschiedenen Griffen, Stößen, Kreuzfäusten u.s.w., die bei diesen Kämpfen anzuwenden sind, aufs deutlichste gelehrt und erklärt werden sollen; und damit hohe Standespersonen nicht mögen abgeschreckt werden, einen Cursum in diesem Collegio durchzugehen, so versichert man, daß man auf die Zartheit des Baues und der Leibesbeschaffenheit des Eleven die behutsamste Rücksicht nehmen wird; demgemäß bereits die erforderlichen Wülste angeschafft sind, welche sie vor den leidigen Zufällen blauer Augen, zerschellter Kinnbacken und blutiger Nasen hinlänglich schützen und sichern werden.

Quelle:
Fielding, Henry: Tom Jones oder die Geschichte eines Findelkindes. Stuttgart [1883], Band 3, S. 53-59.
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