Personen.
In dem Trauer-Spil werden eingeführet als Redende.

[9] Aemilius Paulus Papinianus, Röm. Reichs-Hofemeister.


Plautia sein Gemahl.


Papiniani Sohn.


Papinianus Hostilius, Röm. Raths-Herr, Papiniani Vater.


Eugenia Gracilis, Papiniani Mutter.


Erster und Zweyter Diner Papiniani.


Zwey Haubtleute auß dem Läger.


Antoninus Bassianus Caracalla, Röm. Käyser.


Antoninus Geta, Röm. Käyser, Bassiani Stiffbruder.


Julia, Käysers Severi Wittib, Getae Mutter.


Laetus, Käysers Bassiani geheimer Rath.


Flavius,

Cleander, Käyserliche Bedineten.


Macrinus, Papiniani Nachfolger in dem Ambt, Bassiani Nachsaß auff dem Thron.


Drey Haubtleute so dem Käyser auffwarten.


Thrasullus, der Juliae Sternseher.


Das Frauenzimmer der Käyserin.


Das Römische Frauenzimmer.


Der Käyserin Cämmerer und Cammer-Bedinete.


Der Scherge so Papinianum enthaubtet.


Als Schweigende.

Unterschidene Haubtleut und Diner die beyden Käysern auffwarten.


Die Schergen mit den Welle-Beilen.


Papiniani Diner. Plautiae Stats-Jungfern.


Etliche geflügelte Geister.
[9]

Die Reyen sind der Hofe-Junckern Papiniani, der Themis und Rasereyen, deß Geistes Severi und der Käyserlichen Hofeleute.


Das Trauer-Spil beginnet mit dem Anbruch deß

Tages, wehret durch den Tag, und endet sich mit Anfang der Nacht.

Der Schaw-Platz bildet ab die Käyserliche Burg, und Papiniani Wohnung.
[10]

Quelle:
Andreas Gryphius: Großmütiger Rechtsgelehrter oder Sterbender Aemilius Paulus Papinianus. Stuttgart 1965, S. 9-11.
Lizenz:
Kategorien:

Buchempfehlung

Diderot, Denis

Die Nonne. Sittenroman aus dem 18. Jahrhundert

Die Nonne. Sittenroman aus dem 18. Jahrhundert

Im Jahre 1758 kämpft die Nonne Marguerite Delamarre in einem aufsehenerregenden Prozeß um die Aufhebung ihres Gelübdes. Diderot und sein Freund Friedrich Melchior Grimm sind von dem Vorgang fasziniert und fingieren einen Brief der vermeintlich geflohenen Nonne an ihren gemeinsamen Freund, den Marquis de Croismare, in dem sie ihn um Hilfe bittet. Aus dem makaberen Scherz entsteht 1760 Diderots Roman "La religieuse", den er zu Lebzeiten allerdings nicht veröffentlicht. Erst nach einer 1792 anonym erschienenen Übersetzung ins Deutsche erscheint 1796 der Text im französischen Original, zwölf Jahre nach Diderots Tod. Die zeitgenössische Rezeption war erwartungsgemäß turbulent. Noch in Meyers Konversations-Lexikon von 1906 wird der "Naturalismus" des Romans als "empörend" empfunden. Die Aufführung der weitgehend werkgetreuen Verfilmung von 1966 wurde zunächst verboten.

106 Seiten, 6.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon