Anmerkungen zum zweiten Theil.

Sechster Abschnitt.

[179] 1 302,500 Thaler.


2 Welches Vernunft, Sprache und Wort bedeutet, gehörte auch zu den Personificationen der Gnostiker, und wurde von Johannes auf Jesus bezogen. Um des Kerinthos Behauptung sogleich ganz bestimmt zu widersprechen, soll er diese Erklärung gleich an die Spitze seines Evangeliums gesetzt haben.


3 Abgrund.


4 Ebion oder Hebion, welcher ein Nachfolger des Kerinthos war, stimmte diesem nicht in allem bei, vornehmlich nicht in der Behauptung, daß die Welt von Engeln erschaffen sey. Er stimmte ihm aber in der Meinung über Jesus bei, und zeigte großen Eifer für den Mosaismus. – Valentinus, der in Aegypten die Platonische Philosophie studirt hatte, ein gelehrter und beredter Mann, gehört zu den Begründern des gnostischen Christianismus. Seine Lehre läßt sich auf drei Hauptpunkte zurückbringen: 1) von der Schöpfung der geistigen und materiellen Welt, 2) von der Natur Jesu, und 3) von der dreifachen Natur des Menschen. Der ungeborene, unsichtbare Gott, der Vater und die Tiefe, sagte er, wohnte in der Fülle (Lichtraum) mit seiner Gemahlin, der Denkkraft, die man auch Charis (Gnade?) und Schweigen nenne. Von ihnen stammen 15 männliche und 15 weibliche Aeonen, von einander nach und nach erzeugt. Von Gott selbst sind erzeugt die Aeonen Verstand (auch Monogenes, der Eingeborne) und Wahrheit, diese erzeugten den Logos und das Leben, diese den Menschen und die Gemeine. Von Logos und Leben stammten die zehn Aeonen der zweiten Classe:[180] Tiefe und (μιξις) Mischung, Alterlos und Einigung, Selbstgeborner und Lust, Bewegungslos und Zusammenfluß (συγκρασις, wie diese von der obigen μιξις unterschieden worden, weiß ich nicht), Eingeborner und Seligkeit. Von dem Menschen und der Gemeine stammten die 12 Aeonen der dritten Classe: Tröster und Glaube, Väterlich und Hoffnung, Mütterlich und Liebe, Stets-Verstand und Klugheit, Kirchlich und Selig, Freiwille (Θελητος) und Weisheit. Außer diesen gab es noch vier männliche Aeonen: Horus (Gränze), Christus, der heilige Geist und Jesus, an dessen Zeugung alle Aeonen Antheil genommen haben, und der darum auch die Namen aller führt, und Logos. Als Jesus auf die Welt kam, wurde seine geistige Substanz mit einer animalischen Substanz so künstlich umgeben, daß sie einen sichtbaren, fühlbaren und des Leidens fähigen Körper bildete. In der Angabe seiner Menschwerdung wichen aber die Valentinianer selbst von einander ab. (S. Storr a.a.O.S. 132 fgg) In einem Anfall von Leidenschaft gebar einst die Weisheit einen ungestalteten Aeon weiblichen Geschlechts, Achamoth oder Euthymesis, und dieser fiel in die Finsterniß der Materie. Furcht, Angst und Trauer wechselten bei ihm unaufhörlich ab mit Lachen, welches erregt wurde durch die Erinnerung an die Schönheit des verlorenen Lichtes. Ihre heftige Begierde nach diesem brachte hervor die Seele der Welt, des Weltschöpfers (Demiurgos) und andere Seelen; aus ihren Thränen entstand das Wasser, aus ihrem Lachen die durchsichtige, aus ihrer Trauer die dichte Materie. Nachher brachte sie noch drei Substanzen hervor, eine materielle, eine geistige und eine Seelenartige. Aus Gestaltung der letzten entsprang der Demiurg, welcher mit Hülse Jesu und seiner Mutter aus der seelenartigen Substanz sieben Himmel baute, deren sechs von Engeln bewohnt werden, und der siebente sein eigener Sitz ist. Die materielle Substanz bestand aus den drei Gemüthsbewegungen der Achamoth. Aus der Furcht entstanden die Thiere, aus der Trauer die bösen Geister, aus der Angst die mit Feuer gemischten Elemente. Endlich bildete der Demiurg den Menschen aus der materiellen und seelenartigen Substanz, zu welchen aber Achamoth auch unvermerkt etwas von der geistigen mischte. Darum besteht der Mensch aus drei Theilen, der materiellen und sterblichen, der seelenartigen, der Seligkeit oder Unseligkeit fähigen, und der geistigen unsterblichen. – Alles dieß, wie fremdartig es dem Christenthum ist, wußte man gleichwohl mit ihm in Verbindung zu bringen.


5 Jene[181] enthielt das allgemein Mittheilbare, was auch außerhalb der Schule jeder wissen durfte, diese das Geheimnis der Schule.


6 Die Paphlagonier waren wegen Stumpfheit des Verstandes und Rohheit in üblem Rufe.


7 Der Akoluth in der Christianischen Kirche war eins Art Küster, Diener der Diakonen, der ihn in allen Amtsverrichtungen begleitete, beim Gottesdienste die Lichter anzündete, bei Einweihung und Ordination ein Wachslicht in der Hand hielt, und für Reinigung der Kirche und kirchlichen Gefäße sorgte.


Siebenter Abschnitt.

8 So hießen diejenigen Schüler des Pythagoras, vor welchen er nichts Geheimes hatte. W.


9 Vergl. die Natur der Dinge, Anm. 8. zu 1. Buch, Bb. 25.


Achter Abschnitt.

10 Ungefähr drei Groschen.


11 S. das Schiff oder die Wünsche in Lucians Werken, übers. von Wieland Bd. 1. S. 317 fg.


12 S. Bd. 10. S. 521 ff.


13 Demetrius, war ein griechischer Philosoph der Cynischen Schule, der sich unter der Regierung des Caligula, Claudius und Nero zu Rom aufhielt. Seneca gedenkt seiner öfters aufs rühmlichste. So sagt er im 62sten Briefe: von Demetrius, dem besten der Männer, lasse ich nicht ab; ich verlasse die Bepurpurten; mit diesem Halbnackten spreche ich, ihn bewundre ich. Und wie sollte ich ihn nicht bewundern? Ich sehe, daß ihm nichts mangelt. Es kann jemand[182] alles verachten; alles haben niemand. Der kürzeste Weg der zu Reichthum führt, ist Verachtung desselben. Unser Demetrius aber lebt, nicht als ob er alles verachtete, sondern als ob er andern alles überlassen habe. Man vergleiche die Stelle de beneficiis K. 8. 9.


14 Dieses Namens wurden zwei hingerichtet Cäcina Pätus hatte in dem Aufstande gegen Claudius des Seribenianus Partei ergriffen, und wurde zum Tode verurtheilt. Seine Gemahlin Arria, die ihn auch im Tode nicht verlassen und diesen ihm erleichtern wollte, stieß sich zuerst den Dolch in die Brust, reichte ihn dem Gemahl, und sagte: es schmerzt nicht, Pätus. – Dieser Arria gleichnamige Tochter war vermählt an Thraseas Pätus, von welchem hier die Rede ist. Er wurde unter Nero zum Tode verurtheilt, und da man ihm die Wahl des Todes ließ, wählte er Oeffnung der Adern. Seine letzten Tage brachte dieser tugendhafte Mann, in Erwartung des gegen ihn gefällten Spruches, in seinen Gärten zu, und unterhielt sich eben mit Demetrius über die Natur der Seele und deren Trennung von dem Körper, als ihm das gefällte Urtheil bekannt ward. Seiner Gemahlin, die dem Beispiel ihrer Mutter folgen wollte, rieth er im Leben zurückzubleiben, und der gemeinschaftlichen Tochter nicht die einzige Stütze zu rauben, begab sich mit seinem Schwiegersohn Helvidius und Demetrius in das Schlafgemach, und ließ sich die Adern öffnen. Das erste Blut spritzte er auf die Erde, und sagte: dieß opfere ich Jupiter dem Befreier! Hierauf zu Helvidius: merke auf, junger Mann! Zwar mögen die Götter schlimme Vorbedeutung abwenden, deine Geburt aber ist in eine Zeit gefallen, wo es frommt, durch Beispiele der Standhaftigkeit das Gemüth zu stärken. – Nun heftete der langsam Sterbende den Blick auf Demetrius; – leider aber bricht hier des Tacitus Erzählung ab, und seine Annalen schließen mit diesem Blicke des tugendhaften Sterbenden.


15 Lucian ist der einzige, der von diesem Philosophen spricht, in welchem er das Ideal eines Weisen schildert. Er scheint ihn also bloß zum Contrast mit den damaligen Philosophen Roms unter den Antoninen erdichtet zu haben. Lucians Dialog Nigrinus s. in Wielands Uebersetzung Bd. 1 S. 18 fgg.


Neunter Abschnitt.

[183] 16 Weiberhaß.


17 Ein durch drei Anticyren unheilbares Haupt. So nennt Horaz einen schlechten Dichter, der von Wuth der Versmacherei nicht geheilt werden kann. Auf der Insel Anticyra wuchs viel Nieswurz, deren Gebrauch gegen die Tollheit helfen sollte.


18 Platon setzte die vernünftige Seele in das Haupt, die begehrende in die Brust, und die thierische unter das Zwerchfell in den Unterleib. Der Grund erräth sich leicht.


19 War bei den Stoikern keineswegs völlige Fühllosigkeit für Vergnügen und Schmerz, sondern Uebermacht der Vernunft über die Macht der sinnlichen Eindrücke und der Affecte.


20 S. 137. Künftige Augusta – Augusta (die Erhabene) war der Titel, welchen die Gemahlinnen der römischen Kaiser führten, welcher selbst Augustus hieß.


21 Augusta (die Erhabene) war der Titel, welchen die Gemahlinnen der römischen Kaiser führten, welcher selbst Augustus hieß.


22 In seiner Schilderung von dem Cyniker Demonax erzählt Lucian einige Anekdoten von diesem Herodes Attikus, dessen früher schon gedacht worden ist, wobei Wieland bemerkt: »Dieser zu seiner Zeit so ausgezeichnete Mann hatte bei einem fürstlichen Ansehen und Vermögen, wie es scheint, auch fürstliche Launen, und weiter könnte es doch wohl kein poetischer Schach oder Sultan treiben, als schlechterdings nicht leiden zu wollen, daß ihm ein Liebling gestorben sey, und alles in der Welt zu thun, um sich selbst in der Illusion, daß er noch lebe, zu erhalten.« Herodes gab nicht nur Befehl, daß der Gestorbene in seinem Hause noch immer so bedient werden mußte als ob er noch da wäre und lebte: er verlangte sogar von seinen Freunden, daß sie sich nach dieser Grille richten sollten, und fand sich geschmeichelt, da sie es thaten, wiewohl er sehr gut wußte, warum sie es thaten. »So verfuhr Herodes[184] bei dem Tode seiner Gemahlin, seines Sohnes und seines Lieblings Pollux. Als er es bei diesem that, kam Demonax zu ihm, und sagte, er bringe ihm einen Brief von Pollux. Herodes, erfreut, daß auch dieser Philosoph seiner Leidenschaft schmeicheln wolle, fragte: was verlangt Pollux? Er beklagt sich über dich, antwortete Demonax, daß du ihm nicht schon gefolgt bist.«


23 Kalanus, den die Griechischen und Römischen Geschichtschreiber einen Indischen Philosophen nennen, bekam in seinem 73sten Jahre Unfälle von harter Krankheit, und bat Alexandern, ihm einen Scheiterhaufen errichten und, wenn er ihn bestiegen, anzünden zu lassen. Da Alexanders Vorstellungen fruchtlos waren, so ward seine Bitte erfüllt. Diodor sagt, daß von der zuschauenden Menge Einige ihn der Raserei oder seltsamer Ehrsucht beschuldigt. Andere aber seine Todesverachtung und Standhaftigkeit bewundert hätten.


24 Cirkelbriefe, litterae communicatoriae, waren bei den ersten christlichen Gemeinen sehr üblich, die sich dadurch alle wichtigen Vorfälle schneller mittheilten, das ein Brief an die nächste Gemeine abging, die ihn wieder an die nächste sendete, und so fort.


Antworten und Gegenfragen.

25 Im sechzehnten Jahrhundert entstand die Secte der Anabaptisten oder Wiedertäufer, zu deren besonderen Glaubenslehren auch die von Errichtung eines neuen weltlichen Staates durch Christus gehörte. Eine Partei, aus Holland kommend, den Schneider Johann Bokold, gewöhnlich Johann von Leiden genannt, an der Spitze, hatte die Stadt Münster in Westphalen zu dem neuen Jerusalem ausersehen. Sie bemächtigte sich derselben, setzte den Magistrat ab, ernannte Johann von Leiden zum König, und dieser Knipperdollingen zum Vicekönig. Im Jahr 1556 aber wurde, nach einer langen Belagerung, Münster von Franz, Grafen von Waldeck, eingenommen, und der König, so wie sein Statthalter, wurden mit glühenden Zangen gemartert und dann hingerichtet.


26 Mihi, cum multa eximia divinaque videntur Athenae tuae peperisse, atque in vitam hominum attulisse, tum nihil melius illis Mysteriis,[185] quibus ex agresti, immanique vita execulti ad humanitatem et mitigati sumus, initiaque, ut appellantur, ita re vera principia vitae cognovimus, neque solum cum laetitia vivendi rationem accepimus, sed etiam cum spe meliore moriendi. Cicero de Leg. II. 14. W.


27 Was der eben angeführte große Römer irgendwo von dem Glauben der Unsterblichkeit sagt: »Nescio quomodo inhaeret in mantibus quasi saeculorum quoddam augurium futurorum, idque in maximis ingeniis altissimisque animis et existit maxime et apparet facillime,« läßt sich um so richtiger von der Religion überhaupt sagen, weil jener Glauben so wenig ohne Religion, als Religion ohne jenen Glauben bestehen kann. W.


28 Ich verstehe unter denken nicht, mit Abstractionen spielen: denn in dieser letztern Bedeutung des Wortes läßt sich freilich alles denken. W.


29 Die Saturnalien waren zum Andenken der goldnen Zeit eingesetzt, deren, einer uralten Sage zufolge, die Bewohner Italiens unter der Regierung des Saturnus genossen hatten. Die vornehmste Absicht bei diesem Feste war, die natürliche Gleichheit darzustellen, welche in diesen Zeiten unter Menschen statt: fand, die von Unterdrückung und Knechtschaft noch keinen Begriff hatten. Daher war an den Saturnalien die Gewalt der Herren über ihre Knechte suspendirt; sie speis'ten zusammen an Einem Tische, und die Sklaven hatten die Freiheit, so viele Sottisen zu sagen und zu thun als ihnen beliebte. Dieser beinahe grausame Spaß dauerte in den Zeiten der Freiheit Roms nur Einen Tag, welcher nach dem Festkalender des Königs Numa der siebzehnte December war. Julius Cäsar vermehrte das Saturnusfest um zwei Tage, Augustus fügte den vierten, und Caligula den fünften hinzu. – Die Saturnalien dehnten sich in dem Verhältniß aus, wie die Freiheit ab- und die willkürliche Gewalt zunahm; welches (wie man sieht) sehr natürlich war. So gerieth vor einigen Jahrhunderten das Christenthum in immer größern Verfall, je mehr Heilige kanonisirt und Festtage angeordnet wurden. W.


30 Peter Canisius, Hofprediger des Kaisers Ferdinand I., war der erste Teutsche, der in den Jesuitenorden trat, zur Ausbreitung desselben in Teutschland viel beitrug, und bald Provincial daselbst wurde. Um den ketzerischen[186] Katechismen entgegenzuwirken, arbeitete er im Auftrag des Kaisers einen lateinischen Katechismus aus, der von Ignaz Loyola gebilligt und in den Schulen der kaiserlichen Staaten eingeführt wurde, ungeachtet der Papst dieß für einen Eingriff in die geistlichen Rechte erklärte. (Petr. Canisii summa doctrinae et institutionis christianae sive catechismus major. 1554.) »Er enthielt, sagt Stäudlin, die katholische Lehre in großer Klarheit und Bestimmtheit, aber der Jesuitische Geist blickt sehr deutlich hervor. Es ist darin viel Moral und Casuistik.« Ein Auszug daraus sind die Institutiones christianae pietatis seu parvus catechismus catholicorum, wahrscheinlich 1566 zum erstenmale, und dann sehr oft herausgegeben. Dieser wurde für die katholische Kirche eben das, was Luthers kleiner Katechismus für die evangelische.


31 Melanges tirés d'une grande Bibliotheque, Mm. p. 513.


32 Am Schlusse des ersten Gesanges von Pope's Essay on Man. »Trotz irrender Vernunft ist Eine Wahrheit klar: was irgend ist, ist recht.«


Quelle:
Christoph Martin Wieland: Sämmtliche Werke. Band 17, Leipzig 1839, S. 179-187.
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