Holznägel

[119] Holznägel dienen zur Feststellung der Verzapfungen sowie der Ueberblattungen der Kopfbänder des Fachwerkbaues; sie werden mit dem Beile zugehauen, 2 cm dick und 6–8 cm lang.

Vorteilhaft sind die Holznägel beim Aufschlagen, weil sie die einmal zusammengesetzten Hölzer festhalten und ein Auseinanderweichen verhindern. Dagegen führt das Quellen der Nägel bei Nässe ein Aufsprengen der Bohrlöcher und damit ein Eindringen von Feuchtigkeit herbei, wodurch ein frühes Faulen des Holzes eintreten kann. An mittelalterlichen Holzbauten bilden die Holznägel die wesentlichen Hilfsverbindungen; in neuerer Zeit kommen sie wenig zur Anwendung.

Weinbrenner.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 5 Stuttgart, Leipzig 1907., S. 119.
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