Meeresströmungen

[523] Meeresströmungen sind dadurch von großem Einfluß auf die Temperaturverteilung an der Erdoberfläche, daß sie regelmäßig große Wärmemengen zu transportieren vermögen und dadurch die Lage der Isothermen in hohem Grade beeinflussen.

Für Europa kommt namentlich der Golfstrom in Betracht, der die durch die Passatwinde im Mexikanischen Golfe gesammelten erwärmten Wassermengen durch den Atlantischen Ozean gegen Nordosten führt. Aenderungen in seiner Temperatur und in seinen Wassermengen können beträchtlichen Einfluß auf Temperatur und Luftdruckverteilung des weltlichen Europa ausüben.


Literatur: [1] O. Krümmel, Handbuch der Ozeanographie, Bd. I, 1907; Bd. II, 1911. – [2] J. Petersen, Unperiodische Temperaturschwankungen im Golfstrome und deren Beziehungen zur Luftdruckverteilung, Ann. d. Hydr. 1910, S. 397.

R. Ambronn.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 9 Stuttgart, Leipzig 1914., S. 523.
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