Grad [1]

[602] Grad, in der niederen Algebra der Exponent der höchsten in einer Gleichung vorkommenden Potenz der Unbekannten (eine Gleichung zweiten Grades heißt quadratisch u.s.w.). In der höheren Mathematik wird bei einem algebraischen Ausdruck (Form) der Exponent der höchsten Potenz der Veränderlichen (oder, wenn es deren mehrere sind, die höchste Exponentensumme aller Veränderlichen) als Ordnung bezeichnet, während nunmehr Grad die höchste Exponentensumme in konstanten Größen (Koeffizienten) bedeutet; z.B. ist (a cb2) x + (b dc2) y von der ersten Ordnung in x und vom zweiten Grad in den Koeffizienten a, b, c, d. Grad einer periodischen Funktion ist die Zahl ihrer Nullstellen innerhalb des Periodengebiets. Grad einer Determinante ist die Zahl ihrer Reihen.

Wölffing.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 4 Stuttgart, Leipzig 1906., S. 602-603.
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602 | 603
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