Rollfaß

[507] Rollfaß, Faß aus Holz oder Eisen, das durch mechanischen Antrieb um eine festliegende Achse gedreht wird.

Es dient 1. in Gießereien zum Putzen von kleineren Gußstücken durch gegenseitiges Abscheuern (Scheuerfaß, -trommel, Putzfaß, -trommel); 2. zum Polieren (s.d.) kleinerer Gegenstände, wie Ketten u.s.w. (Poliertrommel); 3. bei der Nagel(Drahtstift-) herstellung zum Entfernen der Grate und Bärte; 4. zum Mischen verschiedenartiger pulveriger Substanzen und zum Pulverisieren von Farben, Kohle u.s.w. mit Hilfe von Kugeln (aus Eisen, Bronze oder Stein), den Kugelmühlen entsprechend.

A. Widmaier.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 7 Stuttgart, Leipzig 1909., S. 507.
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