Einleitung.

Ein paar Worte über den Ursprung dieser Erzählungen scheinen mir zur Ergänzung dessen, was die Erzählerin selbst über sich und was der Sammler in seiner »Apologie« anführt, nothwendig zu sein.

Mit Ausnahme von zwei oder drei Geschichten, die man in der Hauptsache mit Geschichten von Pilpai und anderen Hindu-Fabeldichtern übereinstimmend finden wird, hörte ich niemals eine einzige bei den Maharatten in dem Theile de Dekans, wo die Erzählerin und ihre Familie seit den letzten zwei Generationen gelebt haben, und es ist daher wahrscheinlich, daß die meisten derselben in Süd-Indien unter den Lingaeten, dem Stamme, oder vielmehr der Secte, zu welcher nach Anna de Souza's Berichte ihre Familie vor ihrer Bekehrung zum Christenthume gehörte, entstanden sind.

Die Lingaeten bilden eine der eigenthümlichsten Abtheilungen der Hinduracen südlich vom Flusse Kistna. Sie sind meistens gutaussehende, wohlhabende Leute, bemerkenswerth wegen ihrer großen Einfachheit, ihres Verstandes und wegen der Art und Weise, wie sie in strenger Absonderung von den anderen Hindus zusammenhalten und handeln. Ihre Tracht, ihre gesellschaftlichen Gebräuche, und ihre Religion hat manche Eigenthümlichkeiten,[1] welche selbst einem oberflächlichen Beobachter auffallen müssen, und obgleich sie offenbar nicht Ureinwohner sind, so scheint doch ihr Anspruch, einer älteren Race und einer früheren Völkerwoge anzugehören, wie die meisten Hindunationen, unter denen sie leben, wohlbegründet zu sein.

Das Land, das sie bewohnen, ist den meisten Lesern, die sich für Indien interessiren, vollständig bekannt. Ist es doch der Schauplatz mancher Ereignisse, die der große Herzog in seinen früheren Depeschen, und die Munro, Wilke und Buchanan in ihren früheren Schriften geschildert haben. Die außerordentliche Naturschönheit einiger Küstenpunkte und eine Fülle von architektonischen und anderen Ueberresten mächtiger und hochcultivirter Hindudynastieen haben die Aufmerksamkeit der Touristen und Alterthumsforscher auf sich gezogen, wenn auch nicht in solchem Umfange, wie sie es wirklich verdienen. Ueber die Verhältnisse des Grundbesitzes und den Ackerbau des Landes bieten die indischen Blaubücher einige Belehrung. Aber von allem was zur älteren Geschichte und Politik der ehemaligen Hinduherrscher dieser Gegend gehört, weiß das große Publikum sehr wenig, obgleich im Hinblick auf ihren Reichthum und ihre langbewahrte Civilisation, wovon die hinterlassenen Monumente dieser Regenten Zeugniß ablegen, wenige Theile Indiens mehr der Beachtung werth sind.

Ueber das innere Leben des Volkes, in Vorzeit und Gegenwart, seine gesellschaftlichen Eigenthümlichkeiten und seinen Volksglauben ist kaum etwas bekannt oder in Druckschriften zugänglich. Mit Ausnahme einiger weniger anschaulicher und charakteristischer Notizen eines scharfen Beobachters, wie Munro, findet sich in den Büchern, die dem Publikum zu Gesichte kommen, nur wenig über sie.

Nicht weil es an Material fehlt. Dessen ist eine gute[2] Menge in Indien veröffentlicht worden, aber es ist dem gemeiniglichen Schicksale indischer Druckwerke verfallen, die Bücher, welche solche Kunde enthalten, fehlen oft in englischen Sammlungen, und außer in einigen öffentlichen Bibliotheken findet man sie überhaupt selten in England.

An ungedrucktem Material muß eine Fülle vorhanden sein, sowohl an Sammlungen von Beamten, als auch von Missionaren und anderen, im Lande wohnenden Europäern, die zum Beobachten und Erforschen Gelegenheiten haben, wie sie einem Fremden nicht zu Gebote stehen.

Nicht viele, selbst unter denen, die Jahre lang in Indien lebten und sich etwas über die äußeren Religionsgebräuche der Eingebornen unterrichtet haben, wissen, wie wenig der Volksglaube der geringeren Klassen mit dem Hinduismus der Bramanen gemein hat, und wie verschieden er in verschiedenen Provinzen und unter den verschiedenen Stämmen und Klassen der nämlichen Provinz ist.

In der Nähe von Punah, wo das Bramanenthum so orthodox und mächtig zu sein scheint, wird eine kurze Beobachtung den Forscher überzeugen, daß die Lieblingsgegenstände der Volksverehrung nicht immer dem regelrechten Hindupantheon angehören. Keine ächte Hindu-Gottheit ist so volksthümlich in Punah Dekan, wie der vergötterte Weise Withoba und seine ersten Ausleger, und doch sind der Weise und seine Jünger lediglich Local-Gottheiten. Ueberall wo ein paar Hirtenstämme angesiedelt sind, verdrängt auch Byroba, der Gott der Hirten oder Kundoba, der vergötterte Held der Schäfer, alle anderen volksthümlichen Götzen. Byroba, der Schreckliche und andere Ueberreste des Fetisch- oder Schlangendienstes theilen sich allenthalben mit den anerkannten Hindu-Gottheiten in die Huldigungen der niederen Klassen, während fast vor jedem Dorfe[3] der große Steinkreis, der dem Vetal, dem dämonischen Gotte der ausgestoßenen Helotenstämme, geheiligt ist, und den Reisenden an die Druidenkreise nördlicher Völker erinnert, seit Jahrhunderten seinen Platz behauptet hat und noch behauptet – allen bramanischen Neuerungen zum Trotz. Hatten einige dieser Stamm- oder Local-Gottheiten sehr viele oder mächtige Anbeter, so sind sie als eine Personificirung oder Offenbarung dieser oder jener orthodoxen Gottheit in den hindustanischen Olymp aufgenommen, und ein oder zwei sind mit ausgearbeiteten, geschriebenen Legenden versehen worden, in denen sie mit bekannten, puranischen Charakteren oder Begebenheiten verflochten sind. Aber im Allgemeinen findet man die eigentliche Geschichte der Local-Gottheiten, wenn sie sich überhaupt erhielt, nur in volksthümlichen Ueberlieferungen, und es ist daher von ethnologischer und historischer Wichtigkeit alle solchen sich verflüchtigenden Ueberbleibsel des alten Aberglaubens zu sichern, ehe sie durch die fortschreitende Cultur in Vergessenheit gerathen.

In Bezug auf diesen Punkt kann man aus den vorliegenden Märchen seine Kenntnisse etwas bereichern, obgleich der Sammler derselben mehr das Vergnügen, als eine antiquarische Forschung bezweckte, und das Licht, welches auf den volksthümlichen Aberglauben fällt, nur ein zufälliges ist.

Unter den übernatürlichen Gestalten, die in diesen Geschichten auftreten, ist die des »Rakshas« die hervorragendste. Dieses Wesen hat manche Züge mit dem Werwolf oder Menschenfresser anderer Länder gemein. Gleich diesem, pflegt er mit einem riesenhaften Körper und erschrecklichen Zähnen ausgestattet zu sein.

Seine Liebhaberei von Leichnamen zu schmausen, wird den Leser an die arabischen Ghouls erinnern, während die Einfalt und Dummheit, welche die übernatürlichen Kräfte des Raksha's[4] beschränken, und es meistens ermöglichen, daß der scharfsinnige Sterbliche den Sieg über ihn davonträgt, manche launige Geschichten von den Reisen unserer nordischen und altdeutschen Sagen in unser Gedächtniß zurückrufen wird. Man muß bedenken, daß in Indien solche oder ähnliche Wesen nicht nur einer vergangenen Sagenwelt angehören, sondern in dem jetzt noch herrschenden Glauben der geringeren Klassen eine wichtige Rolle spielen.

Selbst erwachsene Leute vermeiden zuweilen jede Gelegenheit, die sie zur Nachtzeit an einer vermeinten Rakshashöhle vorbeiführen könnte, und ich habe gehört, daß man das Schreien eines nächtlich verspäteten, Hülfe rufenden Reisenden einem, auf seine Beute lauernden Rakshas zuschrieb. Doch ist die Dunkelheit nicht immer eine Hauptbedingung dieses Aberglaubens. Ein kühner und erprobter Treibjäger versicherte mir auf das Feierlichste, daß die von ihm seit einiger Zeit scharf beobachteten Gestalten auf dem unbewachsenen Gipfel eines entfernten Hügels, solche Wesen seien, und das Lächeln, welches seine Wahrnehmung seinem weniger erfahrenen, europäischen Schüler entlockte, erregte seinen Unwillen. »Wenn Euer Fernrohr so weit sehen könnte, wie meine alten Augen,« sagte der Veteran, »oder wenn Ihr die Bewegungen aller auf diesem Jagdgrunde lebenden Thiere so gut kenntet, wie ich, – dann würdet Ihr sehen, daß das dort Geister sein müssen und weiter nichts. Weder Menschen noch Thiere werden sich zu dieser Tageszeit auf einem freigelegenen Platze versammeln und sich auf diese Weise geberden. Außerdem ist der große Felsen in ihrer Nähe ein bekannter Geisteraufenthalt, – das weiß jedes Kind im Dorfe.«

Einen Mann desselben Gewerbes hörte ich, als man ihn fragte, warum er so aufmerksam die menschlichen Fußtritte auf[5] dem Waldwege betrachte, ernsthaft behaupten, die Spuren hätten das Ansehn, als habe sie jemand gemacht, der mit den Hacken nach vorne aufträte, und deßhalb müßten sie durch einen Rakshas entstanden sein, denn diese gingen immer so, sobald sie in Menschengestalt erschienen.

Ein dritter zeigte eine besondere Scheu vor einem Gesichte, in welchem die Augen, wie bei den Maleien oder Chinesen, in einem vergrößerten Winkel gegen einander standen.

Sei eine solche Lage der Augen doch das einzige Zeichen, an dem man einen Rakshas in menschlicher Bildung erkennen könne.

In den mehr vorgeschrittenen und bevölkerten Landesstrichen scheinen die Rakshas den »Bhoots« Platz gemacht zu haben. Diese gleichen beinahe den Gespenstern des modernen, europäischen Aberglaubens. Aber selbst in dieser vergeistigten Form üben solche Wesen auf die indische Einbildungskraft einen Einfluß aus, der heut zu Tage in Europa schwerlich seines Gleichen findet.

Ich fand im Regierungsgebäude Dapoorie, in der Nähe von Punah, ganz kürzlich eine noch bestehende, mündlich überlieferte Verordnung, die der eingebornen Schildwache befahl, das Gewehr zu präsentiren, wenn während gewisser Nachtstunden eine Katze, oder ein Hund, ein Schakal, oder eine Ziege das Haus betreten, verlassen oder in seiner Nähe herumstreifen würde, denn das sei der Geist eines früheren Gouverneurs, dessen man sich noch als eines der besten und freundlichsten Menschen erinnerte.

Wie oder wann dieser Gebrauch entstanden sei, konnte ich nicht erfahren, doch war die Verordnung, ohne den geringsten Zweifel an ihre Gültigkeit oder Glaubwürdigkeit, seit manchem Jahre wörtlich von einem eingebornen, zur Wache gehörenden[6] Sergeanten auf den andern vererbt, bis sie zufälliger Weise ein englischer General-Stabsofficier hörte.

Besonders stark und allgemein ist der Glaube an derartige Wesen auf den Hügeln und in den Wüsten von Sind, wie man das in einer wilden und öden Gegend nicht anders erwarten kann. Der Rakshas hat dort indessen seinen Namen für den unsres alten, uns aus Tausend und einer Nacht bekannten Freundes »Gin« eingetauscht und etwas von dem Charakter des englischen Pwcca oder Puck angenommen. Der Gin der Beloochshügel ist launisch und oft brummig, aber nicht immer boshaft. Er erscheint gewöhnlich in der Gestalt eines kleinen zwerghaften Geschöpfes, das große Augen hat, mit langen Haaren bedeckt ist und meistens auf eine laute, schnarchende Weise athmet. Die umlaufenden Gerüchte sagen, daß man solche »Gins« auf Felsen oder an einsamen Fußpfaden sitzen sah. Ich vermuthe daher, daß die in dem Hügellande von Sind häufig vorkommende, großohrige Adlereule für manche wohlverbürgte Geschichten von Gin-Erscheinungen verantwortlich ist.

Der Gin behält indessen nicht immer seine eigne Gestalt. Er verwandelt sich oftmals in ein Kameel, eine Ziege oder in ein anderes Thier. Sollte ein Reisender von ungefähr einem Gin begegnen, so thut er wohl, kein Zeichen der Furcht von sich zu geben, vor allen Dingen soll er seine Zunge im Zaume halten, denn der Geist hat eine besondere Abneigung gegen unhöfliche Leute. Jeder Belooch hat von Beispielen gehört, wie solche zufälligen Bekanntschaften mit Gins nicht nur zu keinem Unglück geführt haben, sondern für den glücklichen Sterblichen, der muthig und klug genug war, sie für sich zu gewinnen, eine Quelle reichen Segens geworden sind; denn zeigt ein Gin einmal Anhänglichkeit an einen Menschen, so wird er tüchtig und[7] treu für ihn arbeiten und ihm vielleicht auf den Hügeln den Eingang zu jenen großen, unterirdischen Höhlen zeigen, wo ein ewiger Frühling herrscht und die Bäume mit Früchten von Gold und Edelsteinen beladen sind.

Der Sterbliche aber, dem einmal der Eintritt in dies Paradies vergönnt ist, darf es nie wieder verlassen. In der Nähe der Beloochshügel finden sich nur wenige Plätze, welche nicht ungemein große, offenbar zum Bauen bestimmte Steine aufzuweisen haben, und die sind »wie man in der ganzen Umgegend weiß« durch solche Vermittlung von ihrer Stelle geschoben und der Eingang zu der Zauberhöhle ist nie weit davon, obgleich sich der kühnste Belooch selten bereit erklärt den eigentlichen Ort zu zeigen oder zu suchen.

Vor ungefähr 40 Jahren, als ich noch ein Knabe war, cursirten ähnliche abergläubische Ideen an den Grenzen von Wales. In Cwen Pwcca (der Feenschlucht) in dem Thale des Cydech, zwischen Abergevenny und Merthyr, pflegte man eine Höhle zu zeigen, in welche die Pwccas einen verspäteten Bergmann gelockt und zehn Jahre lang hatten tanzen lassen. Nicht weit davon an den Ufern des Usk stand ein Pachthaus; das war vor einem Menschenalter die Wohnung eines Pächters, der einen ihm befreundeten Pwcca in seinem Dienst gehabt hatte. Dieser Geist hieß Pwcca Trevyn, weil er, wie mir versichert ward, sich zuweilen in Gestalt einer enorm großen Nase zeigte. Er half dem Sterblichen Lasten fortzutragen und Hecken auszubessern, arbeitete aber gewöhnlich nur, während der Pächter sein Nachmittagsschläfchen hielt und erwartete zum Lohn immer eine Portion von dem gerösteten Brod und Ale, welches das ländliche Mittagsbrod seines Freundes ausmachte. Wurde ihm nichts übrig gelassen, so stellte er seine Arbeit ein und einmal schlug er den Pächter mit seiner eigenen Heugabel und schreckte[8] ihn zur Strafe für seine Nachlässigkeit aus seiner Nachmittagsruhe auf.

Die Peris oder Feen dieser Erzählungen zeichnen sich nicht besonders aus. Gleich Feen anderer Länder verlieben sie sich oft in sterbliche Männer und sind dem reinen Kinderauge sichtbar, während sie sich der schärferen Sehkraft reiferer Jahre entziehen.

Unter den übernatürlichen Erscheinungen spielt die Hauptrolle in diesen Märchen eine ungeheure Brillenschlange. Dies ist nur eine der vielen, noch vorhandenen Spuren des im westlichen Indien früher so verbreiteten Schlangendienstes. Zweifelsohne wird Mr. Ferguson in seinem bald erscheinenden Werke über Bhuddistische Alterthümer1 diesen seltsamen Gegenstand näher beleuchten. Ich will deßhalb nur bemerken, daß die Schlangenverehrung, wie sie noch existirt, einen größeren Einfluß ausübt, als ein bloßer volksthümlicher Aberglaube.

Wird der Cobra nicht gestört, so entfernt er sich selten von seiner Wohnung und man vermuthet, daß er eifersüchtig verborgene Schätze bewacht. Die geringeren Classen glauben ihn mit übernatürlichen Kräften ausgestattet und je nach der Behandlung, die man ihm angedeihen läßt, baut oder vernichtet er das Glück des Hauses, zu dem er gehört. Kein Eingeborner wird ihn bereitwillig tödten, wenn er sich seiner auf eine andere Weise entledigen kann. Auch erzeigen ihm die ärmeren Klassen, sobald er getödtet ward, die volle Ehre einer regelrechten Verbrennung und versichern ihm, wenn der Scheiterhaufen brennt, mit manchen Betheurungen, daß sie an seinem Blute schuldlos seien, daß sie ihn auf Befehl ihrer Herren erschlagen, oder daß[9] sie keinen Ausweg gefunden hätten, um ihre Kinder oder Kücken vor seinem Biß zu schützen.

Eine sehr interessante Erörterung zwischen Mr. Baley und Baboo Rahendralal Mtr. über die alt-indische Schlangenverehrung findet sich in »The Proceedings of the Asiatic Society of Bengal for February 1867«.

1

Ferguson's Tree and Serpent-Worship.

Quelle:
Frere, M[ary]: Märchen aus der indischen Vergangenheit. Hinduistische Erzählungen aus dem Süden von Indien, Jena: Hermann Costenoble, 1874, S. 1-10.
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