Öniadä

[63] Öniadä (Oinai), antike Stadt in Akarnanien, auf einer jetzt landfest gewordenen Insel zwischen Sümpfen vor der Mündung des Acheloos gelegen. Sie wurde um 455 von den in Naupaktos angesiedelten Messeniern vorübergehend besetzt, 454 vergeblich von Perikles belagert und erst 424 durch Demosthenes zum Bündnis mit Athen gezwungen. Zu Alexanders d. Gr. Zeit nahmen die Ätolier Besitz von Ö., 219–211 Philipp von Mazedonien, und erst 189 wurde es von den Römern den Akarnaniern zurückgegeben. Die gut erhaltenen, heute Trikardókastron genannten Ruinen bei Kardochi sind der imposanteste Typus der rohen militärischen Architektur Akarnaniens.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 15. Leipzig 1908, S. 63.
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