Bagratiden

[268] Bagratiden, Königsgeschlecht Armeniens und Georgiens, stammt von Bagarat, dem der parthische König Valarshak von Armenien 147 v. Chr. das Recht verlieh, den Königen Armeniens die Krone auszusetzen. Mit Tiritades d. Gr. (Trdat) 294 zum Christentum übergetreten, wurden die B. seine eifrigsten Verteidiger gegen die Parsen. Mehrere B. wurden von den griechischen Kaisern und später von den Arabern zu Unterstatthaltern ernannt. So erhielt Ashot I. 859 den Titel »Fürst der Fürsten« (ish chan ish chanats oder Shahinshah) und 885 gegen Tribut die Königskrone. Von da bis 1045 regierten die B. in Armenien, die Herrschaft mit den Artsruni teilend. Eine Seitenlinie der B. gelangte 1080 in Kleinarmenien (s. Armenien, S. 780) zur Herrschaft und behielt sie in der weiblichen Linie bis 1375; eine andre Linie beherrschte Imereth 1259–1810. Vgl. Brosset, Histoire des Bagratides Géorgiens, im »Bulletin de l'Académie impériale« (Petersb. 1844); Derselbe, Histoire de la Géorgie, Bd. 2 (das. 1859).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1905, S. 268.
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