Beischlag

[575] Beischlag, terrassenartiger, meist offener, manchmal auch z. T. erkerartig geschlossener Vorbau vor dem Erdgeschoß eines Straßenhauses, von dem eine Treppe zur Straße hinabgeht, und über den der Hauptzugang zum Hause führt. Gewöhnlich sind die Beischläge mit Sitzbänken versehen und mit steinernen Schranken oder Eisengittern eingefaßt. Sie kamen im späten Mittelalter, namentlich in den Küstenstädten der Nord- und Ostsee, häufig vor und bildeten in den Hauptstraßen mancher Orte, wie z. B. Danzig (s. Tafel I beim Artikel »Wohnhaus«, Fig. 9) und Elbing, wo sie noch heute in zahlreichen Exemplaren vorhanden sind und wesentlich zur malerischen Wirkung des Straßenbildes beitragen, die Regel.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1905, S. 575.
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