Casper

[795] Casper, Johann Ludwig, Mediziner, geb. 11. März 1796 in Berlin, gest. 24. Febr. 1864, studierte in Berlin, Göttingen und Halle, habilitierte sich 1820 in Berlin und wurde hier 1825 außerordentlicher Professor, 1834 Mitglied der wissenschaftlichen Deputation für das Medizinalwesen im Ministerium, 1839 ordentlicher Professor, 1841 Gerichtsarzt von Berlin und Direktor der praktischen Unterrichtsanstalt für Staatsarzneikunde. C. schrieb: »Beiträge zur medizinischen Statistik und Staatsarzneikunde« (Berl. 1825–35, 2 Bde.), der erste Versuch zur Begründung einer medizinischen Statistik, für die er später namentlich durch seine »Denkwürdigkeiten für medizinische Statistik und Staatsarzneikunde« (das. 1846) hervorragende Autorität wurde, ferner sein klassisches Hauptwerk: »Praktisches Handbuch der gerichtlichen Medizin« (das. 1856 bis 1858, 2 Bde.; 8. Aufl. von Liman, 1889); »Klinische Novellen zur gerichtlichen Medizin« (das. 1863); »Gerichtliche Leichenöffnungen« (das. 1851 u. 1853). Mit Ruft redigierte er das »Kritische Repertorium für die gesamte Heilkunde« (Berl. 1823ff., Bd. 5ff.), später allein die »Wochenschrift für die gesamte Heilkunde« (das. 1838–51) und die »Vierteljahrsschrift für gerichtliche und öffentliche Medizin« (1852–60).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1905, S. 795.
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