Fibonacci

[536] Fibonacci (spr. -náttschi), Leonardo, auch Leonardo Pisano genannt, Mathematiker, geb. um 1180 wahrscheinlich in Pisa, gest. etwa um 1228, lernte bei seinem in der arabischen Stadt Bugia als Konsul weilenden Vater die arabische Sprache und Rechenkunst, bildete sich durch Reisen aus und überbrachte zuerst den Abendländern das indisch-arabische Zahlensystem. Er stand in naher Beziehung zum Kaiser Friedrich II. Seine Hauptwerke sind: »Liber abaci« (1202 u. 1228) und »Practica geometriae« (1220). Er vervollkommte die allgemeine Arithmetik, gab einen Beweis für die Heronsche Formel für den Dreiecksinhalt etc. Seine Werke sind gesammelt von B. Buoncompagni (Rom 1857–62); vgl. auch dessen Schrift : »Intorno ad alcune opere di Leonardo Pisano« (das. 1854) und Cantor, Vorlesungen über Geschichte der Mathematik, Bd. 2 (2. Aufl., Leipz. 1900).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 6. Leipzig 1906, S. 536.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika