Gallizismus

[292] Gallizismus (lat.), die fehlerhafte Nachbildung und Anwendung solcher Ausdrücke, Wortstellungen und Wortfügungen, die der französischen Sprache eigentümlich sind, in andern Sprachen, besonders in der spätern lateinischen und deutschen. So ist z. B. »auf dem Laufenden sein« ein G., weil es dem franz. »être an courant« nachgebildet ist. Vgl. Brandstäter, Die Gallizismen in der deutschen Schriftsprache (Leipz. 1874); Lévy, Germanismen, Gallizismen und Sprichwörter (Par. 1889); Sues, G. und Redensarten aus der französischen Umgangssprache (4. Aufl., Genf 1903).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 7. Leipzig 1907, S. 292.
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