Gräen

[209] Gräen (»Greisinnen«), in der griech. Mythologie Töchter des Phorkys und der Keto (daher auch Phorkiden genannt), nach Hesiod zwei, Pephredo und Enyo, bei Äschylos noch Deino. Sie hatten von Geburt an graue Haare, besaßen zusammen nur Einen Zahn und Ein Auge, deren sie sich abwechselnd bedienten, und wohnten im fernsten Westen in ewiger Dunkelheit, nahe den Gorgonen, deren Schwestern und Wächterinnen sie heißen. Als Perseus (s. d.) gegen diese auszog, raubte er ihnen Zahn und Auge und gab sie nicht eher zurück, bis sie ihm den Weg gezeigt hatten.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 8. Leipzig 1907, S. 209.
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Herausgeber: Graen, George B.

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