Karst [1]

[680] Karst (Erdhacke), zwei- oder dreizinkige Hacke zum Umbrechen des Acker- und Gartenbodens. Die Zinken sind 18–20 cm und darüber lang, 1–2,5 cm breit und unten zugespitzt. Oben, wo die Zinken zusammenlaufen, befindet sich ein Ohr, in das der etwa 1 m lange Stiel befestigt wird. Bei der Arbeit haut man mit dem K. schräg in die Erde, reißt die von den Zinken gefaßte Scholle los und legt sie um. Der K. dient auch zur Vertilgung der Quecken, zum Umreißen berasten Bodens, zur Bearbeitung sehr steinigen, steilen, abhängigen oder unebenen Landes und zum Ausnehmen von Kartoffeln und Rüben aus dem Boden. Der schwersten Karste bedient man sich in Weinbergen.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 10. Leipzig 1907, S. 680.
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