Kasimir [1]

[716] Kasimir (franz. Casimir, entstanden aus Kaschmir, s. d.), leichtes, aus seinem Wollengarn gewebtes, geköpertes, schwach gerauhtes und gewalktes Zeug ohne Tuchstrich. Beim einfachen K. besteht die Kette aus Kammgarn, der Einschlag aus Streichgarn; der festere und dichtere, stärker gewalkte Doppel- oder gestrichene K. ist dagegen ganz aus Streichgarn angefertigt. Man fertigt K. glatt, gerippt, façonniert, einfarbig und meliert etc. und benutzt ihn meist zu Sommerkleidern; doch ist er vielfach durch die feinern Buckskins verdrängt; auch Name der Köperbindung 2/3.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 10. Leipzig 1907, S. 716.
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