Kompensātor [2]

[345] Kompensātor (Ausgleicher), eine in Röhrenleitungen eingeschaltete Vorrichtung, welche die durch Temperaturwechsel hervorgerufenen Verlängerungen und Verkürzungen der Röhren ausgleicht und dadurch Bruch verhindert. Bei einer Temperaturerhöhung von 0° auf 100° beträgt die Längenausdehnung von Gußeisen 0,001075, von Schmiedeeisen 0,001182, von Kupfer 0,001718. Um sicher zu gehen, rechnet man bei Anbringung von Kompensatoren mit einem Temperaturunterschied von 150°.

Kompensatoren.
Kompensatoren.

Man benutzt als Kompensatoren in der Regel gebogene Kupferrohre (Kompensationsrohre) von der Form wie Fig. 1 und in Form ganzer Schleifen, ferner Kapseln aus vernieteten gebogenen Kupferblechscheiben (Fig. 2), die elastisch genug sind, um der Rohrleitung die nötige Beweglichkeit zu sichern, ferner eine Verbindung (Fig. 3) nach Art der Stopfbüchse ebenfalls zur Vermeidung des Rostens aus Kupfer. Bei kurzen schmiedeeisernen und bei gebogenen Leitungen können die Kompensatoren fortfallen.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 345.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika