Lanzi

[186] Lanzi, Luigi, ital. Altertumsforscher, geb. 1732 in Monte dell' Olmo bei Macerata, gest. 30. März 1810 in Florenz, trat in den Jesuitenorden und widmete sich erst in Rom, hierauf in Florenz klassischen Studien, deren Gegenstand namentlich die alten Kunstdenkmäler waren. Dabei befleißigte er sich einer reinen Schreibart im echt Toskanischen und war deshalb 1806 Präsident der Accademia della Crusca. Seine beiden Hauptwerke sind: »Saggio di lingua etrusca etc.« (Rom 1789, 3 Bde.; neuere Ausg., Flor. 1824–25) und »Storia pittorica d'Italia« (Bassano 1789; 5. Aufl. 1834, 6 Bde.; deutsch von Wagner, mit Anmerkungen von Quandt, Leipz. 1830–1833, 3 Bde.). Er schrieb ferner: »Notizie della scultura degli antichi« (Rom 1789; neue Aufl. van Inghirami, Flor. 1824; deutsch, Leipz. 1816). Seine »Opere postume« wurden von Boni (Flor. 1817, 2 Bde.) herausgegeben. Vgl. Cappi, Biografia di Luigi L. (Forli 1840); U. Segré, Luigi L. e le sue opere (Rom 1904).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 12. Leipzig 1908, S. 186.
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