Ruffy

[238] Ruffy, Eugen, schweizer. Bundesrat, geb. 2. Aug. 1854 in Lutry (Kanton Waadt) als Sohn des nochmaligen schweizer. Bundespräsidenten Viktor R. (gest. 1869), studierte Rechtswissenschaft in Lausanne, Heidelberg, Leipzig und Paris, trat 1878 in das Advokatenbureau Ruchonnets, des spätern Bundesrats, und etablierte sich 1880 als Anwalt. 1882 wurde er in den Großen Rat des Kantons Waadt und in den schweizerischen Nationalrat, 1885 zum Mitglied des waadtländischen Staatsrats gewählt, dessen Präsident er 1887 war. 1889 erhob ihn der Nationalrat zu seinem Präsidium, und 1893 wählte ihn die Bundesversammlung in den Bundesrat als Nachfolger Ruchonnets. Nachdem er 1898 die Würde eines Bundespräsidenten bekleidet, wurde er 31. Okt. 1899 zum Direktor des Weltpostvereins gewählt und trat deshalb von seiner Stelle als Bundesrat zurück.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 17. Leipzig 1909, S. 238.
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